Da trifft es sich gut, dass der eiserne Coach nicht nur wieder auf Roberto Puncec (Matchstrafe abgebrummt), sondern auch auf Toni Leistner zurückgreifen kann. „Toni war unter der Woche umgeknickt, der Knöchel etwas dick. Aber er konnte nach einem Tag Pause wieder voll im Mannschaftstraining mitmachen“, beruhigte der 46-Jährige alle Zuhörer.
Das ist gut so. Nürnberg ist so etwas wie ein Angstgegner für die Köpenicker. Egal in welcher Verfassung die Franken sich zuvor präsentiert hatten, stets zogen sie Union das Fell über die Ohren. 9:26 Gegentore sind beredtes Zeugnis! Einmal, ein einziges Mal, waren die Eisernen kurz davor, diese Negativreihe zu beenden. Im November 2015 führte Union nach Toren von Bobby Wood, Puncec und Steven Skrzybski mit 3:1, ehe der Club ein Remis erzwang, das sich wie eine Niederlage anfühlte.
„Bislang habe ich ja auch immer nur ein Tor pro Saison gemacht“
Damit, wenn es nach Leistner geht, ist jetzt Schluss. Weist die Franken in ihre Schranken. Hinten soll die Null stehen. Wäre schon das neunte Mal in dieser Spielzeit und nur noch zwei Kicks von Unions aus der Spielzeit 2015/16 stammender Bestmarke entfernt, als die weiße Weste elfmal passte. Und vorne muss mindestens ein Ding her, damit mit dem sechsten Sieg in Serie ein neuer Rekord aufgestellt werden kann.
Dazu könnte Leistner ja auch mal sein Scherflein beitragen. Beispielsweise bei einem Standard. Da seine Kopfballstärke offensiv zu nutzen, das wäre doch mal was. Gegen Fürth – ja, auch Franken! – hat er in der Hinrunde ja schon getroffen. Wäre Zeit für Leistners Bude Nummer 2, oder?
„Bislang habe ich ja auch immer nur ein Tor pro Saison gemacht. Das würde ich schon gerne noch verbessern“, sagte der gebürtige Dresdner und verwies lachend auf seine Verteidigerkollegen: „Ich glaube, dass ich aus der Abwehr der Einzige bin, der getroffen hat. Also kann ich sooo schlecht auch nicht sein...“
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