„Ich will einfach nur schnell nach Hause und nichts mehr von diesem Spielen hören. Das müssen wir ganz schnell abhaken“, war der holländische Abwehrspieler Karim Rekik frustriert. Wie schon vergangene Woche gegen Wolfsburg setzte es wieder drei Gegentreffer. Einfach zu viel!
Hertha fing risikobereit an, hohes Pressing, früh den Gegner stören. Dodi Lukebakio hätte in der 10. Minute das 1:0 völlig freistehend vor S04-Keeper Alexander Nübel machen müssen. Zu unkonzentriert! Chance vertan.
Schalke lief mehr
Die Minuten liefen und Schalke lief mehr. Ein Diagonalpass von Armine Harit auf Daniel Caligiuri hebelte die Hertha-Abwehr aus. Caligiuri passte zurück und Stark wollte zur Ecke klären, grätschte die Kugel aber ins eigene Netz zum 0:1 (38.). Der Verteidiger: „Caligiuri schiebt den Ball rein. Da gehe ich hin und will klären. Da springe ich doch nicht weg. Ich wollte klären. Das war ärgerlich und bitter, der Ball ist mir über den Fuß gerutscht.“
Kapitän Vedad Ibisevic diskutierte noch mit Schiri Tobias Stieler. Vedo wollte den Videobeweis, weil er vor dem Tor wohl eine falsche Einwurfentscheidung vermutete. Der Kölner Keller wurde nicht eingeschaltet.
Lauter reden hätten Starks Mitspieler dann drei Minuten später. Der Verteidiger spazierte mit dem Ball im eigenen Strafraum und Guido Burgstaller kam von hinten angerauscht, nahm ihm die Kugel ab. Zum Glück zog der Stürmer den Ball übers Gehäuse.
Sofort ins Verderben
So ging es nur mit einem 0:1 in die Kabine. Nach der Pause drehten die Blau-Weißen wieder auf, doch liefen sofort in ihr Verderben. Schalke konterte über Weston McKennie, der passte zu Burgstaller. Sein Schuss rauschte an Torwart Rune Jarstein vorbei. Karim Rekik wollte mit einer Grätsche retten, aber stolperte mit dem Ball ins eigene Tor – 0:2 (48.). „Ich habe versucht zu retten, was zu retten ist. Aber der Ball war doch schon auf der Linie“, wirkte Rekik verzweifelt.
Hertha gab sich nach diesem Gegentreffer zwar nicht auf, doch zwingende Torchancen gab es auch nicht so richtig. Das 3:0 durch Schalkes Jonoe Kenny (85.) aus 20 Metern war nur noch der bittere Abschluss eines total vermiesten Geburtstages. Ante Covic blieb trotzdem sachlich: „Wenn du auf Schalke etwas holen willst, musst du effizienter sein. Das waren wir nicht. Acht Gegentore in drei Spielen, damit ist klar, wo der Trainingsschwerpunkt in den zwei Wochen während der Länderspielpause liegt.“
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