Show must go on! Alba-Manager Marco Baldi begrüßt die Fortsetzung der Basketball-Bundesliga.  Foto: imago images, Camara 4

Der Fußball machte den Vorreiter, nun ziehen die Korbjäger nach. Und anders als im Eishockey können die Albatrosse sich damit also weiter Hoffnung auf den Meistertitel machen. Die  Bundesliga (BBL) soll ihre Saison nach der Corona-Pause  im Juni mit einem Turnier mit zehn Teams im Münchner Audi Dome fortsetzen. Die bayerische Staatsregierung stimmte am Dienstag in einer Sitzung des Kabinetts den Plänen der BBL zu, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr.

An dem Turnier in München, das am erste Juni-Wochenende beginnen soll, nehmen neben Ausrichter und Titelverteidiger Bayern München noch die MHP Riesen Ludwigsburg, die Hakro Merlins Crailsheim, Alba Berlin, die EWE Baskets Oldenburg, Rasta Vechta, Brose Bamberg, BG Göttingen, ratiopharm ulm und die Fraport Skyliners aus Frankfurt teil. Einer Vorrunde mit zwei Fünfer-Gruppen schließen sich Playoffs mit Viertel- und Halbfinale sowie dem Finale an. Die K.o.-Runde wird jeweils mit Hin- und Rückspiel ausgetragen, die Ergebnisse werden addiert.

Hotel-Quarantäne während des Turniers

Doch für die Alba-Stars Niels Giffey, Peyton Siva & Co. wird das noch einschneidendere Verhaltensmaßregeln geben als für die Fußballprofis. Das Konzept der BBL geht noch über die Maßnahmen für die 1. und 2. Fußball-Bundesliga, die am vergangenen Wochenende den Spielbetrieb wieder aufnahmen, hinaus. Während der gesamten Dauer des Turniers werden alle zehn Teams in einem Hotel in Quarantäne zusammengezogen. Damit soll verhindert werden, dass Spieler und Verantwortliche mit anderen Personen in Kontakt kommen und die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus steigt.

Alba-Manager Marco Baldi begrüßte die Entscheidung: "Wir wissen, dass die Durchführung eines solchen Turniers, an einem einzigen Ort und ohne Zuschauer in der Halle, sehr weit weg von einem Optimum ist. Es ist jedoch ein Versuch, unserer über 30 Jahre kontinuierlich und mit viel Herzblut aufgebauten Position und Rolle gerecht zu werden."

Bevor das Turnier Anfang Juni beginnt, werden die zehn Teams an ihren jeweiligen Standorten eine rund dreiwöchige Vorbereitung absolvieren. Für die Rückkehr ins Mannschaftstraining benötigen sie die Zustimmung der jeweiligen Gesundheitsämter. Während dieser Phase dürfen die Profis und Trainer noch Kontakt zu ihren Familien haben, werden aber engmaschig getestet. (mit dpa)