Ein winziger Schritt fehlt den Albatrossen noch für die ersehnte Meisterschaft.  Foto: imago images/BBL-Foto

Marco Baldi konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. "Es sieht gut aus", sagte Albas Geschäftsführer nach dem dem starken 88:65 (46:29) im ersten Finalspiel gegen Ludwigsburg. Leicht untertrieben. Mit 23 Punkten Vorsprung geht der Pokalsieger in das Finalrückspiel, der neunte Meistertitel, der erste seit zwölf Jahren, wird ihm am Sonntag (15 Uhr/Sport 1) wohl nicht mehr zu nehmen sein. "23 Punkte", räumte auch Ludwigsburgs Trainer John Patrick ein, "sind eine Menge."

Und doch wollten sich die Berliner nicht zu sicher sein. "Es ist erst Halbzeit. Das bedeutet gar nichts", sagte Trainer Aito Garcia Reneses, "du musst am Ende vorne liegen." Baldi warnte eindringlich, gerade gegen die giftigen Ludwigsburger könne immer etwas schiefgehen. "Wenn wir nur zwei Prozent nachlassen, sind das nicht zwei Prozent weniger, sondern 20 Prozent weniger. Das bestraft so ein Team wie Ludwigsburg", sagte er.

"Wir haben hervorragend verteidigt, hervorragend. Wie eine Gummiwand", lobte Baldi jedoch auch. Außerdem sei die Intensität im Spiel bei Alba so hoch gewesen wie bei bei den stets kämpferisch und mental starken Riesen. Das sei auch am Sonntag der Schlüssel. Offensiv wiederum wirbelte Berlin bisweilen nach Belieben, gleich sieben Spieler punkteten zweistellig, zwischenzeitlich betrug der Vorsprung sogar 30 Zähler.

Einzig von den Meister-T-Shirts wollte Baldi nichts hören "Da bin ich abergläubisch ohne Ende." Für ihn sei es freilich auch "kein Problem, wenn keine T-Shirts da sind und wir sind trotzdem Meister".