Sonntag, 18. September 2011
Nur 2 Prozent

FDP: Wer den Schaden hat, spottet jeder Beschreibung


Da hilft auch kein Tupfen. Den Wiedereinzug ins Abgeordnetenhaus kann sich Christoph Meyer abschminken.
Da hilft auch kein Tupfen. Den Wiedereinzug ins Abgeordnetenhaus kann sich Christoph Meyer abschminken.
Foto: dapd

Thomas-Dehler-Haus. In der FDP-Zentrale gibt’s Freibier und Brezeln. Die bleiben den Liberalen aber im Halse stecken, als um 18 Uhr die 2-Prozent-Meldung über die Bildschirme läuft. Doch plötzlich brandet Jubel auf.

Die Satire-Partei „Die Partei“ von Martin Sonneborn („heute show“) hatte mit gut 35 Leuten die Wahlparty unterwandert, machte ein Spektakel, als hätte die FDP gewonnen. Sonneborn zum KURIER: „Wir sind hier, um junge, gut aussehende FDP-Mitglieder für unser Exit-Programm zum Parteiaustritt zu werben.“ Die Liberalen wurden von der Guerilla-Aktion völlig überrascht.

Die besten Zitate

„Wir haben gut zusammengearbeitet, es geht jetzt leider nicht mehr.“

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) über die bisherige rot-rote Koalition

Wahl-Stimmen

Harald Wolf (Linke)

„Wir haben in zehn Jahren gelernt zu regieren, aber wir haben in zehn Jahren nicht verlernt zu opponieren.“

Vorläufiges amtliches Endergebnis

SPD

28,3 % (2006: 30,8 %)

48 Sitze (2006: 53)

Niemand ist vor Martin Sonneborn sicher. Nicht einmal die Trauernden der FDP. Seine  klare Meinung; „FDP? Muahahaha!“
Niemand ist vor Martin Sonneborn sicher. Nicht einmal die Trauernden der FDP. Seine klare Meinung; „FDP? Muahahaha!“
Foto: dpa

Erst als Sonneborn die Bühne betritt und sich vor dem FDP-Logo feiern lässt, schreitet der Sicherheitsdienst ein, geleitete ihn hinaus. Dafür musste Partei- und Fraktionschef Christoph Meyer den FDP-Anhängern erklären, warum ihre Partei nur noch unter „Sonstige“ läuft. Das fiel schwer – vor allem, weil sein Fraktionsvize Sebastian Czaja schon seinen Rücktritt gefordert hatte.

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