Die Berliner Parteien holten am Freitagabend auf Abschluss-Veranstaltungen im Wahlkampf noch mal das Letzte aus sich heraus.
Große Show am Potsdamer Platz. US-Schauspieler Larry Hagman (J. R. Ewing aus „Dallas“) kletterte mit dem Regierenden Klaus Wowereit auf die Bühne. SPD-Bundeschef Sigmar Gabriel lobte den Wahlkampf des Senatschefs: „Von Dir können wir alle noch etwas lernen.“ Wowi jetzt doch Kanzlerkandidat 2013 für die SPD?
Mit den Erststimmen werden die 78 Direktkandidaten für das Abgeordnetenhaus bestimmt.
Die Zweitstimme ist maßgeblich für die Sitzverteilung der Parteien im Parlament. Mit ihr wählt der Wähler eine Partei, deren Kandidaten auf Bezirks- oder Landesliste zusammengestellt wurden.
Mit dieser Stimme wird über die Sitzverteilung in den Bezirken entschieden.
Alle Berliner mit deutschem Pass, die mindestens 18 Jahre alt sind und seit mindestens drei Monaten in Berlin mit Hauptwohnsitz gemeldet sind.
Hier sind auch 16- und 17-Jährige wahlberechtigt (42.000) und in Berlin lebende EU-Bürger (140.000).
Von 8 bis 18 Uhr im jeweiligen Wahllokal, das auf der Benachrichtigung steht.
Im Internet unter www.wahlen-berlin.de (Rubrik: „Wahllokalsuche“) die Wohnanschrift angeben – und schon erscheint das entsprechende Wahllokal. Dort Ausweis vorlegen und wählen.
Am besten bis Donnerstag. Bis Sonntag müssen die Unterlagen da sein. Je eher, desto sicherer.
Landeswahlleiterin Petra Michaelis-Merzbach: „Dann haben Sie Ihr Wahlrecht verwirkt. Dann können Sie auch nicht mehr vor Ort wählen.“
Jemanden bevollmächtigen, der die Briefwahlunterlagen bis 15 Uhr vom Bezirkswahlamt abholt und dann bis spätestens 18 Uhr dorthin wieder zurückbringt.
CDU-Spitzenkandidat Frank Henkel bekam auf dem Kranoldplatz in Lichterfelde Unterstützung von Kanzlerin Angela Merkel und machte dabei seinen Anhängern Mut auf ein Bündnis mit der SPD: „Die Grünen sollten aufpassen, dass sie nach dem Wahltag nicht wieder auf den Oppositionsbänken schmollen müssen.“
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) leistete Renate Künast in Schöneberg Schützenhilfe: „Ich glaube an Wunder in der Politik.“ Linken-Spitzenkandidat Harald Wolf warb in Köpenick für eine Fortsetzung von Rot-Rot.

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