Versicherungen

Mittwoch, 23. November 2011

Teurer Schaden: Hässliche Beulen durch Eiszapfen


Beulen auf dem Autodach: Jochen Kleinert bekommt die Reparaturkosten jetzt erstattet.
Beulen auf dem Autodach: Jochen Kleinert bekommt die Reparaturkosten jetzt erstattet.
Foto: Sabeth Stickforth
Marzahn –  

Auch wenn der Winter längst vorbei ist: Jochen Kleinert (57) denkt noch immer ungern daran. Schließlich trug da sein Auto einen großen Blechschaden davon. Den behob jetzt aber zum Glück der KURIER.


Eiszapfen und Schneebrocken waren im eisigen Januar vom Dach eines Gebäudes auf das Auto des Angestellten gefallen. Das üble Ergebnis: "Zwei bis zu vier Zentimeter große Beulen auf der Motorhaube und drei noch größere Beulen auf dem Dach", beschreibt Jochen Kleinert seinen Schreck. Hin war die Schönheit des Fiat Punto.


Die Reparatur der hässlichen Beulen sollte teuer werden: Rund 2600 Euro kamen nach dem Kostenvoranschlag zusammen. Mit der Reparatur wäre es beinahe nichts geworden - wenn sich nicht der KURIER eingeschaltet hätte. Jochen Kleinert: "Erst hieß es, die Versicherung übernehme den Schaden, dann aber doch nicht." Die Argumentation: Wer sich unter ein Dach stellt, muss mit runterfallenden Schneebrocken rechnen.
Nach wochenlanger vergeblicher Hin- und Herschreiberei schrieb der Leser an die Sonderreporter: "Bitte helft mir! Ich komme alleine nicht weiter."
Nun sprach der KURIER mit der Versicherung. Erfolgreich: Jetzt bekommt Herr Kleinert die Reparatur doch bezahlt.

Aber; Die Versicherung zahlt nicht in jedem Fall. Der Leser hat Glück gehabt, dass die Versicherung den Schaden doch noch übernommen hat, so beurteilte Versicherungs-Experte Rüdiger Strichau von der Berliner Verbraucherzentrale den Fall. "Passiert so ein Unfall an einem Haus, wird die Gebäudehaftpflicht-Versicherung prüfen, ob der Hauseigentümer versucht hat, den Schaden zu verhindern. Allerdings handelt es sich bei Schnee und Eis um Naturgewalten, bei denen es immer ein gewisses Risiko gibt. Es kann gut sein, dass der Geschädigte auf seinen Kosten sitzen bleibt. Fazit: Besser nicht unter Dächern mit Eiszapfen-Gefahr parken." DÜBB

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