Der SPD geht es mit ihrer Troika Steinbrück/Steinmeier/Gabriel so wie dem deutschen Fußball mit der Nationalelf: viele Stars, aber kein Führungsspieler. Und das vielversprechende Talent, Hannelore Kraft, sitzt auf der Bank und will sich nicht einwechseln lassen.
Die Sozialdemokraten wollten mit dem Offenhalten der Kanzlerkandidaten-Frage ein spannendes und attraktives Spiel liefern, inzwischen aber langweilt sich das Publikum. Immer nur die Bälle hin und her schieben, das ist auf Dauer weder spannend noch attraktiv.
Den besten Spieler, Peer Steinbrück, lieben die Vereinsmitglieder nicht, der Konkurrent Frank-Walter Steinmeier ist ein solider Mittelfeldakteur ohne Spielwitz. Und der dritte, Sigmar Gabriel, ist immer für aufregende Alleingänge gut, aber nicht torgefährlich. Wenn die SPD nach dieser Taktik weiterspielt, werden die ersten Fans bald das Stadion verlassen.
Die SPD kann nur hoffen, dass die Gegenseite, die außer einer erfahrenen Verteidigerin auch nicht mit begnadeten Spielern gesegnet ist, bis zur Bundestagswahl noch ein paar Eigentore schießt. Das können die gut.
Die SPD sollte aus dem Italien- Spiel gelernt haben: Auf die richtige Aufstellung kommt es an. Sie sollte sich endlich für einen Spielmacher entscheiden und dann muss ihm die ganze Mannschaft die Bälle zuspielen. Wartet die SPD – wie geplant – noch bis Ende Januar, dann könnte das Match schon entschieden sein. Dann ist wieder nur der zweite Platz drin.
Die Oppositionsparteien verzweifeln: Eine Affäre nach der anderen erschüttert die Regierungsparteien, aber Angela Merkel und die CDU/CSU bleiben Umfragekönige. Mehr...
Warum umgibt sich ein Kanzlerkandidat mit einer Mannschaft? Diese Frage stellt sich, seitdem Peer Steinbrück die ersten Mitglieder seines Kompetenzteams vorgestellt hat. Mehr...
Wer einen Ort sucht, an dem es politisch völlig windstill ist, der sollte einen der vielen Gipfel der Bundesregierung besuchen: Familiengipfel, Frauengipfel, Energiegipfel, Demografiegipfel. Mehr...
