Er war geächtet, ausgeschlossen aus der feinen Sportgesellschaft nach seinem Dopingskandal 2006. Jan Ullrich zog sich völlig zurück, musste sogar in ärtzliche Behandlung nach einem Burn-Out-Syndrom 2010.
Doch jetzt tanzt der Ex-Rad-Star (einziger deutscher Gesamtsieger bei der Tour de France 1997) zurück ins Glück. Mit seiner Frau Sara war er am Samstagabend zu Gast beim Ball des Sports in Wiesbaden.
Ullrich happy: „Ich war ja lange nicht mehr dabei. Über die persönliche Einladung von Franziska van Almsick habe ich mich sehr gefreut. Es ist schön, viele ehemalige Sportler und Weggefährten wiederzusehen.“
Und die Sportstars nahmen den verlorenen Sohn gleich prima wieder auf – ein netter Plausch mit Handball-Star Hennig Fritz, ein Bierchen mit den Hockey-Nationalspielern. Beim Gala-Dinner saß Ullrich allerdings etwas abseits an Tisch 50.
Ihm war’s egal, er hatte nur Augen für seine Traumfrau Sara: „Ich bin so glücklich, wie soll es auch anders sein bei so einer Partnerin. Ihr verdanke ich alles.“ Nach seinem Absturz hat sie ihm die Kinder Max (4) und Benno (1) geschenkt.
Und die Familie ist der größte Rückhalt für Ullrich. „Jeder Tag mit den Kindern macht mir Spaß“, sagt er. Mit seiner Vergangenheit beim Telekom-Rennstall hat er abgeschlossen: „Es gibt keinen Kontakt mehr Richtung Bonn.“
Und auch seinen eigenen Dopingfall will er endlich vom CAS geklärt wissen (Urteil am 10. Februar): „Das zieht sich wie Kaugummi schon über fünf Jahre. Wenn endlich ein Urteil gefällt wird, beginnt für mich eine neue Epoche.“ Der Auftritt beim Ball des Sports war schon ein kleiner Anfang.

Sein Tod löste in der Eishockey-Welt tiefe Betroffenheit aus. Das Logo der Weltmeisterschaft 2017 ist eine Hommage an den früheren Torwart. Mehr...

Nach einem Protestmarathon hat die Jury der deutschen Turn-Meisterschaften in Mannheim Matthias Fahrig zum Titelträger am Boden erklärt. Fabian Hambüchen wurde auf Platz zwei zurückgestuft. Mehr...

Spektakuläre Ballwechsel, akrobatische Sprünge, kurze Reaktionszeiten zeichnen Badminton aus. Doch es geht noch viel rasanter – beim Speedminton. Die – nennen wir sie – frisierten Federbälle werden mit rund 300 km/h zu echten Geschossen. Mehr...

