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Weltmeister Hernandez über Trainer Wegner: „Uns verbindet ein unsichtbares Band“


Yoan Pablo Hernandez (l.) zeigte im Februar eine Glanzleistung gegen Steve Cunningham. Am Sonnabend will er das gegen Troy Ross wiederholen.
Yoan Pablo Hernandez (l.) zeigte im Februar eine Glanzleistung gegen Steve Cunningham. Am Sonnabend will er das gegen Troy Ross wiederholen.
Foto: imago sportfotodienst
Bamberg –  

Ganz kurz vor einer wichtigen Titelverteidigungen sind Box-Weltmeister a) extrem angespannt oder b) absolut mundfaul oder c) beides. Yoan Pablo Hernandez ist d) doll locker. Dazu tiefsinnig und dankbar. Lesen Sie, was den 27-jährigen Spandauer vor seinem WM-Duell am Sonnabend mit dem Kanadier Troy Ross (ARD, 23 Uhr) bewegt.

„Hallo, alles klar?“, grüßt der technisch beste Boxer aller Weltmeister von Ulli Wegner (außerdem sind mit Marco Huck, Arthur Abraham und Cecilia Braekhus drei weitere Schützlinge der Trainerlegende Champions). Und lobt erstmal mit ehrlichen Worten seinen Gegner: „Wenn die Leute sagen, dass ich der bessere Boxer bin, dann hilft mir das im Ring wenig. Ich spüre, wie das Feuer in Troy Ross brennt. Er ist einmal, gegen Steve Cunningham, beim Griff nach dem Gürtel gescheitert. Er will den Sieg ganz genauso wie ich. Mit 100 Prozent.“

Dennoch ruht Hernandez, der im vergangenen Jahr große Fortschritte in puncto Selbstbewusstsein und taktischer Disziplin gemacht hat, in sich selbst. „Ich bin bereit, freue mich auf den Kampf. Drei Monate Training voller Arbeit und Schmerzen liegen hinter mir. Jetzt will ich mein Team, meine Familie und mich selbst mit dem Sieg belohnen.“

Ein Kuss für die KURIER-Leser: Yoan Pablo Hernandez und Trainerlegende Ulli Wegner.
Ein Kuss für die KURIER-Leser: Yoan Pablo Hernandez und Trainerlegende Ulli Wegner.
Foto: privat

Im Februar schlug der Exil-Kubaner (2005 beim Chemiepokal in Halle geflüchtet) den bärenstarken Cunningham nach Punkten. Mit einer Glanzleistung. Der US-Kämpfer verlangte ihm trotz zweiter brutaler Niederschläge in Runde vier alles ab. Hernandez, von Wegner gerne „Pablowski“ genannt, ließ sich jedoch nicht überraschen.

Und drückte bei der Siegerehrung seinem Trainer einen Kuss auf die Wange. Er lacht: „Ich wollte ihm danken. Herr Wegner hat immer um mich gekämpft, hat mich auch nach meiner Niederlage 2008 nicht aufgegeben. Uns verbindet ein unsichtbares Band. Er ist wie ein Großvater. Und ein Vater. Und ein Freund! Es reicht ein Blick von ihm, und ich verstehe, was ich machen muss.“

Das unsichtbare Band soll ihn auch gegen Ross zum Sieg führen. Dann wird (wieder mal) gefeiert. Aber auf Pablowski-Art. „Der perfekte Tag für mich, die perfekte Belohnung – das ist ganz einfach: Telefon aus, keine Termine und dafür ganz viel Zeit für die Familie.“

Ehefrau Sally, Söhnchen Yoan junior (3) und Töchterchen Rebeca (wird im Oktober 1 Jahr alt) freuen sich ganz doll darauf!

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