Sportmix
Berichte und Interviews aus dem Sport

Donnerstag, 19. Juli 2012

Nach Doping-Verdacht: Andy Schleck glaubt an Unschuld seines Bruders

Von FRANCOIOS PERRIN

Foto mit Symbolcharakter: Andy Schleck (l.) hält zu Bruder Fränk.
Foto mit Symbolcharakter: Andy Schleck (l.) hält zu Bruder Fränk.
Foto: dpa
Peyragudes –  

Liebe macht bekanntlich blind... In diesem Fall auch?

Im Dopingskandal um Radsport-Star Fränk Schleck (32) verteidigt ihn der jüngere Bruder Andy Schleck (27): „Es ist ein Riesenschock für uns, denn Fränk hat nie etwas Illegales zu sich genommen. Ich schwöre es auf den Kopf meiner Mutter.“

Ein Schwur, den der Luxemburger noch bitter bereuen könnte. Denn der Fund des verbotenen Diuretikums Xipamid (maskiert andere Wirkstoffe) deutet für viele Experten auf einen Doping-Missbrauch hin. Doch Andy behauptet: „Wir trainieren und fahren die ganze Zeit Rennen zusammen. Er hat nie etwas Verbotenes getan.“

Auch der Betroffene Fränk wies jede Schuld von sich und konstruierte später abstruse Verschwörungstheorien. Sollte die B-Probe das Ergebnis bestätigen, werde Schleck argumentieren, „Opfer einer Vergiftung geworden zu sein.“

Unterstützung erhält Schleck von RadioShack-Teamchef Johan Bruyneel: „Natürlich kann niemand einen Athleten unter ständiger Beobachtung halten, aber ich glaube Fränks Aussagen.“ Der Belgier ist allerdings wegen seiner langjährigen Zusammenarbeit mit Lance Armstrong selbst verdächtig und deshalb auch nicht bei der Tour.

Auf der 17. Etappe von Bagnères de Luchon nach Peyragudes in den Pyrenäen (147 km) beseitigte der Brite Bradley Wiggins (Donnerstag Tagesdritter) letzte Zweifel an seinem Gesamtsieg. Die Etappe gewann Alejandro Valverde (Spanien).

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