Nachsitzen zu müssen ist oft eine Qual. Nicht so für Angelique Kerber (24) bei den French Open. Für Deutschlands neue Nummer eins kam der Abbruch am verregneten Mittwoch wie gerufen.
1:2 lag sie im Zweitrundenspiel gegen Olga Goworzowa (Weißrussland) zurück, doch im Nachsitzen ging es schnell: Nur 1:15 Stunden brauchte die Weltranglisten-Zehnte für ihren 6:3, 6:2-Sieg, mit dem sie erstmals in die dritte Runde des wichtigsten Sandplatzturniers der Welt einzog.
Gegen die Italienerin Flavia Pennetta muss sich Kerber auf jeden Fall steigern: „Da muss ich am Limit spielen, sie ist eine der Top-Spielerinnen.“
Nicht so gut verlief das Nachsitzen für Cedrik-Marcel Stebe. Der Newcomer verlor gegen den an Nummer fünf gesetzten Franzosen Jo-Wilfried Tsonga 2:6, 6:4, 2:6, 1:6.
Im Eiltempo siegte dagegen Tommy Haas. Vor der drohenden Dunkelheit fertigte der 34-Jährige den Ukrainer Sergej Stachowski in nur 1:56 Stunden mit 6:2, 6:3, 6:2 ab. Haas, der sich erst durch die Qualifikation kämpfen musste, ist der einzige verbliebene Deutsche und trifft auf den Franzosen Richard Gasquet.
Zwei andere deutsche Daviscup-Spieler scheiterten an Argentiniern. Philipp Kohlschreiber unterlag Leonardo Mayer 6:7, 6:7, 5:7. Florian Mayer verlor gegen Eduardo Schwank 6:2, 3:6, 4:6, 6:7 und verpasste damit ein Duell mit dem Spanier Rafael Nadal.

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