Sportmix
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Sonntag, 15. Juli 2012

Evans platzte der Reifen: Reißnagel-Attacke auf Favoriten überschattet 14. Etappe


Evans mit Platten – Mechaniker beim Rad-Wechsel
Evans mit Platten – Mechaniker beim Rad-Wechsel
Foto: dpa
Foix –  

Das idiotische Verhalten einiger unverbesserlicher Zuschauer hätte Titelverteidiger Cadel Evans auf der 14. Etappe der Tour de France beinahe um alle Chancen auf den Gesamtsieg gebracht.

Kurz vor der Passhöhe an der Mur de Peguere bei km 152,5 hatten Unbekannte am Sonntag Reißnägel und andere spitze Metall-Gegenstände auf die Strecke geworfen, bevor das Feld der Favoriten eine gute Viertelstunde hinter einer Ausreißergruppe die Bergwertung passierte. Tour-Offizielle präsentierten als Beweis kopfschüttelnd im Ziel die Nägel, die reihenweise Reifen hatten platzen lassen.

Besonders schlimm erwischte es Evans. Er zog sich beim Überqueren einen Platten am Hinterreifen zu. Da der Teamwagen weit entfernt war, wollte BMC-Kollege Steven Cummings dem Australier Evans aushelfen, doch auch sein Pneu hatte einen Defekt.

Wild gestikulierend stand Evans über eine Minute mit derangiertem Rad, ehe er von Teamkamerad Amael Moinard Ersatz bekam. Auf der Abfahrt musste Evans anhalten und nachjustieren lassen. Dem Ehrenkodex entsprechend nahmen die weiteren Favoriten um Wiggins auf der Abfahrt aber das Tempo heraus und ließen Evans wieder aufschließen.

Der Sieg ging an den spanischen Radprofi Luis Leon Sanchez vom Team Rabobank. Der 28-Jährige setzte sich am Sonntag nach 191 km von Limoux nach Foix als Ausreißer durch.

Das Gelbe Trikot verteidigte der Brite Bradley Wiggins erfolgreich. Der Sky-Kapitän kam mit dem Hauptfeld ins Ziel und liegt weiterhin mit 2:05 Minuten Vorsprung auf seinen Teamkollegen und Landsmann Christopher Froome in Führung. Evans belegt 3:19 Minuten hinter Wiggins Rang vier.

Die 158,5 km lange 15. Etappe führt am Montag über vorwiegend flaches Terrain von Samatan nach Pau und dürfte in einem Massenspurt enden. Auch Deutschlands Top-Sprinter Andre Greipel (Rostock/Lotto) rechnet sich an seinem 30. Geburtstag Siegchancen aus.

Auf der Passhöhe der Mur de Peguere hatten unbekannte Wirrköpfe die messerscharfen Metallspitzen auf den Straßenbelag befördert, bevor das Feld der Favoriten eine gute Viertelstunde hinter einer Ausreißergruppe die Bergwertung passierte. Tour-Offizielle präsentierten als Beweis kopfschüttelnd im Ziel die Nägel, die reihenweise Reifen hatten platzen lassen.

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