Der Franzose Thomas Voeckler gewann die Königsteappe in den Pyrenäen. Der Brite Bradley Wiggins verteidigte auf dem 16. Teilstück von Pau nach Bagnères de Luchon (197 km) sein Gelbes Trikot. Doch alles wurde nach dem Dopingfall Frank Schleck zur Nebensache.
Am 2. Ruhetag war herausgekommen, dass Schleck auf der 14. Etappe am Samstag das verbotene Diuretikum Xipamid genommen hatte. Ein Arzneimittel zur Entwässerung, das aber auch Dopingmittel verschleiern kann.
Schleck wurde noch am Montagabend von seinem Team RadioShack aus dem Rennen genommen und trat mit seiner Familie die Heimreise nach Luxemburg an. Freilich nicht, ohne sich vorher zu verteidigen: „Ich streite kategorisch ab, irgendeine verbotene Substanz genommen zu haben. Ich habe dafür keine Erklärung.“
Der Tour-Dritte 2011 verlangt nun die Öffnung der B-Probe – und baute für den schlimmsten Fall auch schon mal mit einer Verschwörungstheorie vor: „Falls die Analyse das Ergebnis bestätigt, werde ich argumentieren, dass ich das Opfer einer Vergiftung geworden bin.“ Das erinnert stark an die Zahnpasta-Affäre von Ex-Läufer Dieter Baumann.
Schlecks deutsche Kollegen Andreas Klöden und Jens Voigt sind geschockt. Voigt: „Es ist eine sehr schwierige Situation, wenn es das eigene Team betrifft. Wir können nicht einfach weitermachen und so tun, als wäre nichts passiert.“

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