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Sixdays: Startschuss, Blut und ganz heiße Sprints

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Kneisky/Muntaner bei der perfekten Teamarbeit auf der Bahn.

Foto:

City-Press GbR

Berlin -

Die Sixdays im Velodrom sind eröffnet, aber dabei gab es eine kleine Panne. Nach der Fahrervorstellung rutschte das Auto, aus dem Marcel Kalz ausstieg, dem 28-jährigen Berliner gegen das rechte Bein – Schürfwunde! Tapfer stieg Kalz aufs Rad. Doch die ersten Wertungssprints und damit zehn Punkte gingen an das Duo Morgan Kneisky/David Muntaner.

Zwei Zuschauer aus dem Publikum und Innensenator Frank Henkel hatten zuvor den Startschuss zum 105. Berliner Sechstagerennen gegeben. Bis zum Dienstag kämpfen 32 Radprofis um den Sieg bei der Traditionsveranstaltung, die zum ersten Mal unter der neuen Regie der Madison Sports Group aus London abläuft. Schon zum Auftakt war das Velodrom an der Landsberger Allee am Donnerstagabend mit rund 9000 Zuschauern fast ausverkauft.

Straßenprofi Roger Kluge und sein Partner Marcel Kalz peilen einen Heimsieg an. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht. Der Berliner Kalz siegte im Vorjahr mit Leif Lampater, der Eisenhüttenstädter Kluge ist der einzige Fahrer im Feld der 16 Fahrer-Paare, der schon zweimal in Berlin gewann.

Zum Favoritenkreis gehören auch Kenny de Ketele und Moreno de Pauw. Die beiden Belgier siegten im Oktober 2015 bei den nach 35 Jahren wiederbelebten Londoner Sixdays. Auch Scratch-Weltmeister Lucas Liß aus Unna und Andreas Müller (Österreich), der 2014 an der Seite von de Ketele im Velodrom gewann, wollen um den Sieg mitfahren.  Andreas Lorenz/dpa