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Berliner-Kurier.de | Jubel am Ball, aber Ärger mit dem Puck: So wird das Berliner Sportjahr 2013
30. December 2012
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Jubel am Ball, aber Ärger mit dem Puck: So wird das Berliner Sportjahr 2013

Wahrsager Nestrovos beim Blick in die Zukunft der Berliner Profiklubs. 2013 wird ein Jahr mit vielen Erfolgen, aber auch deftigen Problemen.

Wahrsager Nestrovos beim Blick in die Zukunft der Berliner Profiklubs. 2013 wird ein Jahr mit vielen Erfolgen, aber auch deftigen Problemen.

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City-Press GmbH

Was bringt das Jahr 2013 den Berliner Profiklubs? Jeder Fan stellt sich diese Frage, hofft und zittert, bangt und frohlockt beim Blick auf die zukünftigen Spiele seiner Helden.

Der KURIER wandte sich an Star-Wahrsager Nestrovos, der sich nicht nur mit Kristallkugel und Tarotkarten bestens auskennt, sondern auch mit Bällen jeder Größe und dem Puck.

Nestrovos legte Hertha, Union, Alba, Eisbären, Füchsen und Volleys die Karten. Lesen Sie, was die Zukunft für Ihr Team verheißt!

Grandjos in die Zukunft

Was viele schon glaubten – die Karten haben es eindrücklich bestätigt: Bei Hertha BSC gibt es eine Hauptperson. Jos Luhukay. Sein System geht so auf, wie er sich das vorstellt. Platz 1 oder 2 wird es am Ende sowieso. Von Relegationsspielen, womöglich auch noch gegen Fortuna Düsseldorf, ist nichts zu sehen.

Die Hertha-Bosse Michael Preetz und Werner Gegenbauer sollten schon jetzt mit dem Trainer verlängern. Hat Luhukay diese Absicherung, gelingt ihm bald noch mehr. Dann haben die Blau-Weißen in der Folgesaison auch nichts mit dem Abstieg zu tun, sollten in der Bundesliga wieder eine gute Adresse werden.

Eine winzige Falle gibt es aber doch: In den ersten fünf, sechs Spielen nach der Winterpause kommt Hertha ein wenig ins Straucheln. Am Ende aber ist das große Ziel erreicht.

Unioner, kauft ein, dann steig ihr auf!

Für den 1. FC Union eröffnet sich eine nahezu einmalige Chance. Die Eisernen haben, auch wenn sie der Zukunft langfristig ruhig entgegensehen können, auf Jahre hin die einzige Möglichkeit, den Traum vom Aufstieg wahr werden zu lassen. Die Bundesliga ist so nah wie sie es so bald nicht wieder sein wird.

Allerdings droht von der Todeskarte Gefahr. Sie weist auf das größte sportliche Problem der Köpenicker hin, die Abwehr. Deshalb sollte Trainer Uwe Neuhaus schon im Winter für diese Zone Verstärkungen holen, denn eines muss er wissen: Mit dem aktuellen Kader steigt man nicht auf, es bedarf noch der einen Verstärkung (besser wären sogar zwei) in der Defensive.

Ich sehe da Alexander Madlung, den Ex-Herthaner, der lieber in Köpenick spielen würde, als sich in Wolfsburg zu langweilen.

Akute Zoff-Gefahr bei den Eisbären!

Der eiskalte Meister steht vor der problematischsten Phase seit langer Zeit. Den Eisbären fehlt nicht nur das Glück in entscheidenden Momenten, sie müssen sich zudem alles viel schwerer erkämpfen als sonst. Sportlich ist spätestens im Halbfinale Schluss.

Ein Herrscher – dabei ist es unerheblich, ob es Trainer Don Jackson ist oder Manager Peter John Lee – versucht, das ganze Gebilde zusammenzuhalten. Immer wieder aber torpedieren ein oder zwei Spieler diese Versuche und schüren Unruhe. Der Herrscher bekommt sie einfach nicht auf die Spur. Es gibt innerhalb der Gemeinschaft immer wieder Druck und Ärger.

Die Ziele der Eisbären sind zwar weiterhin klar strukturiert, aber das Team muss sich gehörig zusammenraufen, sonst wird alles richtig schlimm.

Alba darf wieder feiern

Für die Basketball-Riesen zeigen die Karten viel Positives. Nahezu könnten sie sich im Schlaraffenland wähnen. Sie stehen sozusagen unter einem Apfelbaum und müssen die reifen Früchte nur noch pflücken.

Ein alter weiser Mann zeigt ihnen: Habt Geduld, seid zurückhaltend, dann werdet ihr eure Ziele erreichen. Auf internationaler Ebene tun sich die Albatrosse ziemlich schwer, in der Bundesliga aber stehen sie vor ihrem nächsten Titel.

Alba hat die Ruhe und die Geduld, auch schwächere Phasen gut zu überstehen. Am Ende werden alle darüber glücklich sein, was sie mit zwar schwerer, aber gemeinsamer Arbeit und Zusammenhalt geschafft haben.

Der Fuchs muss höllisch aufpassen

Auch wenn der Weg der Füchse bisher immer steil nach oben ging, Meister werden sie nicht, noch lange nicht. Bis auf den Gipfel ist es noch ein langer Marsch. Ich sehe in den Handballern ein Kind, das die ganze Welt erobern will, aber eben noch ein Kind ist und nicht die Reife dazu hat.

Schon in den kommenden Wochen und Monaten ist die Führungsebene gefragt, denn die Füchse müssen sich von zwei, drei Leuten trennen, die nicht mehr ins Team passen. Geschieht das nicht, drohen Rückschläge, dann reißen die Füchse etliches von dem, was sie in vielen Jahren aufgebaut haben, wieder ein.

Sie sollten bei ihren Entscheidungen genau hinsehen, exakt prüfen, damit ihnen nicht das passiert, was Hertha BSC im Vorjahr mit den Trainern passiert ist. Sonst droht eine echte Durststrecke!

Das Glück nimmt euch weiter volley!

Die langen Kerle stehen erneut vor Super-Erfolgen. Sie werden ihren Meistertitel erfolgreich verteidigen. Außerdem haben sie das Glück auf ihrer Seite. Dazu sehe ich aus den Karten „ein reiches Mädchen“, das heißt Geld.

Ein Spiel aber werden die Volleyball-Helden nicht gewinnen können – am Saisonende werden sie eine oder zwei wichtige Personen verlieren. Es könnte Trainer Mark Lebedew sein, der aus privaten Gründen die Hauptstadt verlässt, aber noch eher sehe ich da einen Schlüsselspieler.

Das ist aber auch der einzige Wermutstropfen, den die Berlin Volleys schlucken müssen, denn sie sind nicht nur für diese Saison gut aufgestellt, sondern auch für die weitere Zukunft.

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