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Eisschnelllauf: Neuer Trainer, schnelle Pechi!

Claudia Pechstein

Deutsche Meisterin im Mehrkampf im Alter von fast 44 Jahren – Pechi lacht nach ihrem 28. nationalen Titelgewinn. Und freut sich auf die weitere  Zusammenarbeit mit Trainer Peter Müller.

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imago/Bernd König

Claudia Pechstein wird immer noch schneller. Allein die Anwesenheit ihres neuen US-Trainers Peter Müller verlieh der fünfmaligen Olympiasiegerin Flügel. Bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften der Eisschnellläufer im Sportforum Hohenschönhausen lief sie die Konkurrenz in Grund und Boden.

Die Berlinerin holte 164,742 Punkte und gewann dadurch vor Stephanie Beckert (Erfurt, 172,909 Punkte) ihren 28. deutschen Titel. Das ist übrigens der größte Abstand zwischen Meisterin und Vizemeisterin, den es in der deutschen Eisschnelllauf-Geschichte je gab. Bente Kraus (ebenfalls Berlin) wurde nach einem angeblichen Startfehler über 5000 m disqualifiziert.

„Mit der Zeit von 7:00,25 Minuten war ich so schnell wie noch nie auf dem Berliner Eis“, strahlte Pechi nach dem 5000-m-Lauf. Den Bahnrekord ihrer Freundin Martina Sablikova (Tschechien) verfehlte sie nur um 0,92 Sekunden.

Pechi-Trainer Peter Müller

Pechi-Trainer Peter Müller

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dpa

Die nächsten Ziele stellen nun der Weltcup in zwei Wochen in Stavanger (Norwegen) und die Einzelstrecken-WM Mitte Februar im russischen Kolomna dar. „Dort will ich in Bestform antreten“, hofft die fast 44-Jährige (22. Februar).

Peter Müllers Ziele sind aber noch weiter gesteckt: „Ab Dienstag kommen neue Trainingspartner für Claudia aus Holland nach Berlin. Sie wird mit ihnen und dem Dresdner Clemens Gawer trainieren, um die Tempohärte zu steigern. Unser Ziel sind die Olympischen Winterspiele 2018. So lange bleibe ich hier.“

Dann sagte Müller, der Pechi seit 30 Jahren kennt und früher schon mal ihr Trainer war: „Was diese Frau mit 43 leistet, ist nicht normal.“ Außer für Claudia Pechstein selbst. M.H./AG