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Maja Radzikowski: „Auf dem Eis kann ich mich ausdrücken“

Berlin -

Zweimal stand sie bei deutschen Nachwuchsmeisterschaften auf dem Treppchen, wurde Dritte. Aber diese Auftritte am vergangenen Wochenende waren für Maja Radzikowski etwas ganz Besonderes. Im großen Eismärchen „Der Zauberer von Oz“ spielte sie als Vogelscheuche eine der Hauptrollen vor mehr als 1500 Zuschauern im ausverkaufen Erika-Heß-Eisstadion.

„Auf dem Eis kann ich mich ausdrücken und meine Geschichte erzählen. Ich muss hier nicht auf jeden Schritt meiner Choreografie genau achten“, erzählt die 16-Jährige dem KURIER in der Pause. Gemeinsam mit den anderen Hauptrollen-Darstellern teilt sie sich eine kleine Kabine. Etwa zwölf Quadratmeter groß. Es wird gelacht und geflachst. Der Zeitplan für den zweiten Akt wird herumgereicht.

Als Vogelscheuche, so sagt es das Märchen, hat Maja nicht viel im Kopf. Ein Gehirn ist ihr größter Wunsch vom Zauberer. Eine Rolle, die für viele Jugendliche in diesem Alter ein Problem darstellen würde. Für Maja nicht. Sie ist selbstbewusst und kann darüber lachen.

„So ist es wenigstens nicht schlimm, wenn ich bei den Schritten mal patze. Wer erwartet schon eine fehlerfreie Aufführung von jemandem, der angeblich nichts im Kopf hat“, erzählt sie schmunzelnd.

Fehler passieren ihr selten. Drehungen, Sprünge – alles sieht locker und leicht aus. Kein Problem. Seit 13 Jahren tanzt Maja auf dem Eis. Vorher hat sie sich kurz im Reiten und Ballett versucht. Aber erst mit Schlittschuhen an den Füßen wurde sie glücklich. Vor allem das Freiheitsgefühl und den Fahrtwind liebt sie. Das sieht man in jeder Szene.

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