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Nutzt die Chance!: Eishockey ist mehr als Rand-Sportart

Ich war dabei, am 7. Mai 2010, als die DEB-Auswahl zum Start der Heim-WM in der Arena AufSchalke vor 78 000 Fans die USA mit 2:1 besiegte. Was für ein Spektakel, das weltweit für Schlagzeilen sorgte.

Ein Frühlingsmärchen, das immer noch Gänsehaut hervorruft. Damals verpasste es das deutsche Eishockey, den Boom zu nutzen. Kleinkarierte Scharmützel zwischen einem von biederen Provinz-Fürsten amateurhaft geführten Verband und der Deutschen Eishockey-Liga ließen das kleine Samenkorn der Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht erblühen.

Abgesehen vom Erfolgsprojekt Eisbären sind positive Schlagzeilen selten. Der Sportart wird dies nicht gerecht. Immerhin hat Eishockey nach Fußball das größte Zuschauerpotenzial – wie 50.000 Fans im zur Eis-Arena umgewandelten Frankenstadion beweisen. Ein neuer Versuch, die Kufencracks vom Mief der Rand-Sportart zu befreien. Das hochprofessionell durchgeführte Open-Air-Spektakel wird seine Werbewirksamkeit nicht verfehlen. Daran ändert auch das nasskalte Wetter in Nürnberg nichts.

Eine Chance – mal wieder –, die es zu nutzen gilt. Dann könnte über dem gesamten deutschen Eishockey bald die Sonne scheinen. Wie heißt es so schön: Sich Regen bringt Segen. Am besten schon im nächsten Jahr. Wie wäre es denn mit einem Winter Game im Berliner Olympiastadion?