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Yanni Regäsel: Es ist hier besser als bei Hertha BSC

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Voll konzentriert am Ball. Yanni Regäsel feierte beim 2:4 gegen Stuttgart sein Debüt für Eintracht Frankfurt.

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imago/Jan Huebner

Was für eine Woche für Yanni Regäsel. Das ehemalige Hertha-Talent wechselte am Montag im Doppelpack mit Änis Ben-Hatira zu Eintracht Frankfurt. Schon am Sonnabend feierte der Junge aus dem Wedding bei der 2:4-Pleite gegen Stuttgart sein Debüt. Der KURIER sprach mit Yanni über sein neues Leben, Frankfurt und Hertha.

„Das war ein richtig geiles Gefühl. Es passt alles. Frankfurt hat ein tolles Stadion, tolle Fans“, beschreibt Regäsel euphorisch seinen ersten Einsatz. Trainer Armin Veh schenkte ihm direkt das Vertrauen, ließ Yanni 73 Minuten aufs Feld. Und Yanni machte unter den Augen seiner Freundin, seines Papas und seines Bruders ein gutes Spiel.

„Es ist hier für mich besser als bei Hertha“, freut sich der 20-Jährige. In Berlin war er ein Talent, feierte sein Bundesliga-Debüt und spielte in der Hinserie fünf Partien in Folge durch. Im Winter legte Hertha ihm einen Profivertrag vor. Aber Regäsel lehnte ab, wechselte für rund 150 000 Euro Ablöse zur Eintracht. Die Frankfurter boten dem Rechtsverteidiger mehr Geld und haben ihn bis 2019 unter Vertrag genommen. Dazu ist Yanni gesetzt.

„Ich glaube, dass ich meine Chance genutzt habe. Auch wenn wir leider verloren haben“, sagt Regäsel nach seiner ersten Partie. Bei seinem neuen Arbeitgeber kommt er ins Schwärmen: „Die Stimmung im Team ist lockerer als bei Hertha. Egal ob alt oder jung, alle behandeln einen gleich.“

Das Spiel seiner Ex-Kollegen hat sich Regäsel schon gar nicht mehr angeschaut. „Ich habe mich nur auf Frankfurt konzentriert.“ Einen Ex-Herthaner hat er ohnehin um sich. „Ich bin mit Änis Ben-Hatira im gleichen Hotel. Wir machen viel zusammen.“ Und weil Yanni noch keinen Führerschein hat, nimmt Ben-Hatira ihn vorerst mit zum Training.