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Tipps vom Hertha-BSC-Profi: Platte lüftet seine Freistoß-Tricks

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Marvin Plattenhardt wirbt für sein Tor des Monats. 

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City-Press GbR

Palma de Mallorca -

Marvin Plattenhardt (24) wartet in Herthas Trainingscamp auf Mallorca gespannt auf den Sonnabend. Nicht auf die Abreise, sondern auf die Wahl des Tores des Monats Dezember der ARD-Sportschau. Sein Freistoß-Zauberhammer aus 28,5 Metern zum 1:0 gegen Darmstadt (Endstand 2:0) ist in der Auslosung. Alle drücken Platte ganz fest die Daumen.

„Das war bisher mein schönstes Freistoßtor“, freut sich Platte noch immer über seinen goldenen Schuss. Nach elfeinhalb Jahren kann ein Hertha-Profi endlich wieder die Trophäe gewinnen. Zuletzt war es Marcelinho im April 2005. „Ich wusste gar nicht, dass das schon so lange her ist“, sagt der blau-weiße Spezialist für ruhende Bälle.

Doch wie beherrscht er diese besondere Kunst in seinem Fuß? Plattes Freistoß-Lehrstunde sieht so aus. „Ich habe schon sehr früh mit drei Jahren gegen den Ball getreten, dann merkt man es, ob man dafür Talent hat. Als Jugendlicher habe ich Zielschießen aufs Garagentor gemacht. Ab der B-Jugend war ich dann der Freistoßspezialist im Team“, erklärt er.

Wie funktioniert so eine hohe Präzision mit dem Ball? „Immer wieder üben. Wenn die Kraft und Konzentration nach dem Training noch da ist, schieße ich noch zwanzigmal aufs Tor“, sagt Plattenhardt.

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Plattenhardt erklärt KURIER-Reporter Wolfgang Heise, wie man Freistöße ins Tor schießt.

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City-Press GbR

Dafür hat er gleich mehrere kleine Tricks und Tipps. „Wenn jemand von uns vor dem Strafraum gefoult wird, überlege ich mir auf dem Weg zum Freistoß, wie ich schießen muss, damit der Ball um die Mauer und den Torwart vorbeikommt“, sagt er. Klingt ganz einfach – in der Theorie, doch das Ding muss ja auch sitzen. „Jeder hat eine andere Art zu schießen. Ich nehme keinen großen Anlauf, nur drei, vier Schritte. Ich haue nicht voll drauf. Das ist eine Mischung aus strammen Schuss und Schlenzen. Der Oberkörper muss über dem Ball sein, sonst geht er in die Wolken. Ich fixiere den Ball beim Anlaufen und schieße mit dem Spann“, gibt er Auskunft. Und dann lüftet er noch sein spezielles Geheimnis: „Ich lege mir das Leder so hin, dass das Ventil unten liegt.“

Sechs Freistoßtore hat er schon in der Bundesliga geschossen (vier für Hertha, zwei für Nürnberg). Damit gibt er sich nicht zufrieden. „Da sollen noch ein paar dazu kommen. Aber ich will jetzt auch endlich mal einen Treffer aus dem Spiel heraus erzielen“, sagt Platte.

Doch vorm Rückrundenstart noch die Sportschau-Trophäe zu gewinnen, wäre ein Bonbon: „Ich würde mich riesig darüber freuen.“ Also, Hertha-Fans, bis Sonnabend könnt ihr noch unter www.sportschau.de/tdmx abstimmen!