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Sieg gegen Ingolstadt: Genki und Kalou ballern Hertha auf Europas Champions zu

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Salomon Kalou macht’s mit links. Ingolstadts Keeper Ramazan Özcan kann sich gar nicht so schnell lang machen, wie Herthas Stürmer zum 2:0 trifft.

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City-Press GbR

Berlin -

„Olé, olé, olé. Hertha BSC spielt im Europacup, Power von der Spree!“ Der Euro-Traum kommt mit großen Schritten näher. Die Blau-Weißen gewinnen ein umkämpftes Spiel gegen den FC Ingolstadt 2:1 (0:0). Dank zweier Geistesblitze des Japaners Genki Haraguchi geht Hertha mit vier Punkten Vorsprung auf Rang vier in die Pause mit den Länderspielen gegen England (26. März) und Italien (29. März).

„Natürlich bin ich total froh, dass ich an beiden Toren meinen Anteil hatte“, sagte Genki Haraguchi gewohnt bescheiden. Aber seine funkelnden Augen verrieten sein Glück. Mit seinem zweiten Saisontreffer und der Vorlage zum 2:0 machte der pfeilschnelle Flügelflitzer den Unterschied. „Das ist super für Genki. Er arbeitet hart und will immer viel. Heute hat er sich belohnt“, lobt Kapitän Per Skjelbred den Matchwinner.

In der ersten Hälfte war es hartes Brot. Ein Abseitstor (5.) und ein Fallrückzieher (38.) von Vedad Ibisevic waren neben den Distanzschüssen von Schelle (14.) und Marvin Plattenhardt (43.) die besten Gelegenheiten. Die Schanzer mauerten geschickt, hatten durch Pascal Groß (9.) nur eine Gelegenheit. „Die erste Hälfte kann man eigentlich vergessen. Da fehlte uns die Dynamik und die richtige Körpersprache. Wir waren zufrieden mit dem sogenannten Nichts“, fasste es Pal Dardai auf seine charmante Art treffend zusammen.

Nach dem Seitenwechsel dann mehr blau-weißer Willen und Zug zum Tor. Rabiat luchste Skjelbred dem Schanzer Dario Lezcano den Ball ab. Platte flankte scharf in den 16er und fand Haraguchi (54.). 1:0 – die Erlösung! Den Ballgewinn von Schelle hätte man wohl auch pfeifen können.

FCI-Assistenztrainer Michael Henke schimpfte deshalb wie ein Rohrspatz: „Du wirst hier nur beschissen. Weil die Hauptstadt in die Champions League muss.“ Chefcoach Ralph Hasenhüttl nahm es sportlicher: „Das ist legitim. Es wurde nicht gepfiffen und Hertha schaltete dann schnell um.“

Hertha hat in dieser Spielzeit nach einer Führung noch nicht verloren. Und so bleibt es. Wieder eroberte Dauerläufer Skjelbred die Kirsche. Über Vladimir Darida kam das Spielgerät zu Genki, der Salomon Kalou bediente – 2:0 (69.). „Das war ein großartiger Pass von Genki. Er hat eine starke Vorstellung abgeliefert“, so Kalou.
Damit war das Ding aber noch nicht durch. In der 75. Minute köpfte Lukas Hinterseer aus kurzer Distanz zum Anschluss. Danach hieß es noch mal Zittern. Und dann nur noch olé, olé, olé ...