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Immer diese Schwaben!: Hertha-Serie futsch

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Da ist das Ding gegessen: Stuttgarts Filip Kostic (2.v.l.) trifft zum 0:2. 

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Bongarts/Getty Images

Stuttgart -

Das verflixte siebte Spiel. Hertha BSC verliert beim VfB Stuttgart vor 45645 Zuschauern nach sechs Ligaspielen ohne Niederlage mit 0:2 (0:0). Am Ende ist die Pleite in Ordnung, aber es hätte unter den Augen von Bundestrainer Jogi Löw alles ganz anders kommen können. Weil Bayer Leverkusen gleichzeitig in Darmstadt gewann, sind die Blau-Weißen jetzt Tabellenvierter.

Stürmer Vedad Ibisevic hatte es bei seiner Rückkehr zum VfB auf dem Fuß. So stehen die Blau-Weißen nach dem Einzug ins Pokal-Halbfinale in der Liga dieses Jahr noch ohne Dreier da.

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Rune Jarstein macht sich lang, kann das 0:1 aber nicht verhindern.

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„So etwas passiert. Der geht nicht immer rein“, wehrte Ibisevic ab. In der 37. Minute scheiterte der Pokal-Held am glänzend reagierenden VfB-Schlussmann Przemyslaw Tyton. Tolga Cigerci, erstmals seit dem 13. Spieltag wieder von Beginn an dabei, spielte den genialen Pass. „Es war klar, dass die Mannschaft gewinnt, die in Führung geht“, fasste Sebastian Langkamp zusammen. „Es war heute nicht unser Spiel, aber wenn wir diese eine Chance machen, dann gewinnen wir vielleicht“, ärgerte sich Vladimir Darida.
In Hälfte zwei übernahm der VfB mehr und mehr das Kommando. Rune Jarstein parierte noch den Schuss von Alexandru Maxim, aber den zweiten Ball knallte Serey Die, der beste Mann auf dem Platz, mit dem Außenrist unhaltbar ins rechte Eck (51). Danach lieferten sich beide Teams, bis dato je sechs Spiele lang ungeschlagen, einen feinen Schlagabtausch auf tiefem Boden. Die beste Hertha-Chance vergab John Brooks, der sich hinten mehrfach von Timo Werner austanzen ließ. Der Innenverteidiger ballerte an den Außenpfosten (56.).

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Nach dem Spiel sind Sebastian Langkamp und Co. enttäuscht.

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Dann schwanden den Blau-Weißen langsam die Kräfte. Trainer Pal Dardai: „Bis zur 70. Minute war es ein Unentschieden-Spiel. Dann waren wir körperlich nicht mehr so fit. Wir müssen noch lernen, mit der Doppelbelastung klar zu kommen.“ Dardai musste nicht nur auf Salomon Kalou, sondern auch auf Mitchell Weiser (Oberschenkelprobleme) verzichten.

Dafür spielte Peter Pekarik zum ersten Mal seit fünf Monaten wieder auf der rechten Abwehrseite. Das entscheidende 2:0 fiel über links. Jarstein spielte den Ball, statt ihn wegzudreschen, kurz zu Darida, der per dem Fehlpass zu Lukas Rupp. In der Mitte machte Filip Kostic dann die erste Pleite der Blau-Weißen seit dem 0:2 in München perfekt (84.). Für den VfB war es der fünfte Sieg in Serie.

Marvin Plattenhardt zog das Fazit: „Diese Niederlage wirft uns nicht um. Sie tut uns nicht weh. Vielleicht kam sie zum richtigen Zeitpunkt.“  



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