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Hertha: Kehrt als Helden heim!

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Hertha-Stürmer Salomon Kalou wurde in dieser Saison zum echten Winner-Typ. Der Ivorer traf im Pokal schon drei Mal. Folgt in Heidenheim Tor Nummer 4? 

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City-Press GbR

Berlin -

Die Überflieger der Saison hoben am Dienstag um 17 Uhr vom Flughafen Tegel ab. Hertha BSC muss Mittwoch für einen Tag die Bundesliga, diesen sensationellen Platz 3 vergessen. Denn es ist Pokal! Viertelfinale beim Zweitligisten Heidenheim (19 Uhr). Ein Sieg und der Traum vom Endspiel im eigenen Olympiastadion rückt immer näher. Herthaner, kehrt als Helden heim!

Dieser verdammte Pokalfluch muss endlich beendet werden. Halbfinale? Das gab es zuletzt vor 35 Jahren für die blau-weißen Profis. Heißt: Herthas erste Mannschaft hat noch nie im Olympiastadion, seit es zum ständigen Finalort (1985) geworden ist, dieses nationale Fußballfest mitgefeiert.

Doch ein Spaziergang wird dieser Pokalfight in Baden-Württemberg ganz bestimmt nicht. „Es ist ein gut organisierter Gegner. Es gibt dort einen guten Trainer. Egal, wer in Heidenheim spielt: Die Mannschaft hat immer einen ordentlichen Plan. Es wird schwierig. Aber wir fahren dort hin, um zu gewinnen“, sagt Hertha-Coach Pal Dardai entschlossen.

Der Ungar lobt seinen Kollegen Frank Schmidt, der seit knapp neun Jahren FCH-Trainer ist. Wie Hertha (2:0 in Bielefeld, 2:1 n.V. beim FSV Frankfurt, 2:0 in Nürnberg) schafften es auch die Heidenheimer mit drei Auswärtssiegen (4:1 in Pirmasens, 4:3 i.E. in Sandhausen, 2:0 in Aue) ins Viertelfinale des K.o.-Wettbewerbs. Das muss Warnung genug sein.

Für Hertha ist es der vierte Zweitligist in dieser Pokalsaison. Könnte ein Vorteil sein, weil man die Situation schon kennt. Um zu bestehen, gibt es nur ein Mittel: zuerst Disziplin, kein schnelles Gegentor kassieren, viel Geduld und dann eiskalt zuschlagen. Klappte im Achtelfinale in Nürnberg bestens. Da trafen Vladimir Darida und John Brooks spielerisch leicht zum 2:0.

Mittwoch wäre mal wieder Stürmer Salomon Kalou dran. Drei Tore im Pokal hat er schon. Der Ivorer: „Wir wollen unseren Fans den Pokaltraum erfüllen.“

Doch es wird hart. Noch ist nicht klar, ob Fabian Lustenberger (Knieprobleme) und Vladimir Darida (Achillessehnenschmerzen) spielen. Prognose: Kapitän Lusti (gestern Training in der Kabine) und Vladi (lief draußen) werden auf die Zähne beißen.

90 Minuten, 120 Minuten, Elferkrimi – egal, Hauptsache Sieg. Und dann endlich mal Glück bei der Auslosung: Ein Heimspiel im Halbfinale. Die Zeit ist gekommen – für blau-weiße Helden. Doch die Heimkehr gibt es erst Sonnabend nach dem Bundesliga-Spiel in Stuttgart. Hertha bleibt für vier Tage im Südwesten.


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