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Ein Jahr Pal: Nur drei Herthaner kamen durch

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Auch heute noch lachen John Brooks (l.), Sebastian Langkamp (M.) und Fabian Lustenberger.

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City-Press

Berlin -

Erinnern Sie sich an den 1. Februar 2015? Hertha verlor zum Rückrundenauftakt 0:2 in Bremen, vier Tage später war Ex-Trainer Jos Luhukay beurlaubt und Pal Dardai übernahm das Team auf Platz 17. Am Sonnabend spielen die Blau-Weißen wieder bei Werder. Doch für Hertha ist nicht nur die Tabellensituation (Rang 3) komplett anders. So krass räumte Dardai in nur 12 Monaten bei Hertha auf.

Ein Blick auf die Startelf vor einem Jahr sagt alles darüber, was sich bei Hertha geändert hat (siehe unten). Nur noch drei Spieler von damals sind auch jetzt erste Wahl: Kapitän Fabian Lustenberger, Abwehrchef Sebastian Langkamp und John Brooks. Acht (!) Spieler sind neu im Team, dafür acht draußen.

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Pal Dardai ist seit fast genau einem Jahr der Cheftrainer bei Hertha BSC.

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City-Press GbR

Valentin Stocker und Jens Hegeler sind momentan Ersatzspieler. Torwart Thomas Kraft, Peter Pekarik und Julian Schieber müssen sich nach ihren Verletzungen wieder ins Team kämpfen. Ronny? Der Brasilianer spielt bei Dardai keine Rolle mehr. Vielleicht klappt noch ein Vereinswechsel bis zum Transferschluss am Montag. Peter Niemeyer (Darmstadt) und Nico Schulz (Gladbach) gingen schon im Sommer.

Dardai: „Fußball ist so ein Geschäft, bei dem es schnell geht. Was soll ich dazu sagen? Ich lasse so spielen, wie es in meinen Augen, denen von Rainer Widmayer und Admir Hamzagic, funktioniert. Wir stellen die Mannschaft auf, bei der wir denken: Das ist am besten.“

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Hatten gut lachen, als Pal Dardai Cheftrainer wurde: John Brooks (l.), Sebastian Langkamp (M.) und Fabian Lustenberger.

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imago/Sven Simon

Dardai ist bescheiden, er redet nicht darüber, welch enormen Schritt das Team im spielerischen Bereich im vergangenen halben Jahr gemacht hat, dass die Profis viel mutiger nach vorne spielen. Doch allen ist klar: Die Neuen Vedad Ibisevic, Vladimir Darida, Mitchell Weiser schlugen sofort ein.

„Die Jungs, die gerade spielen, haben in der Hinrunde nicht so viel verkehrt gemacht. Die Mischung muss stimmen und sie passt momentan. Deswegen ist es auch gerade so schwer, rein- oder rauszurutschen“, sagt Dardai. Mal sehen, ob Hertha vielleicht diesmal in Bremen gewinnt. Der letzte Sieg an der Weser liegt zehn Jahre zurück. Im März 2006 gab es ein 3:0.