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Dortmund knallhart: Warum Adrian Ramos nicht zu Hertha zurückkehren durfte

Adrian Ramos trifft an Hertha-Keeper Thomas Kraft vorbei ins Tor. Nach dem Spiel wäre der Dortmunder gern zurück zu Hertha gekommen.

Adrian Ramos trifft an Hertha-Keeper Thomas Kraft vorbei ins Tor. Nach dem Spiel wäre der Dortmunder gern zurück zu Hertha gekommen.

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City-Press GbR

Berlin -

Vedad Ibisevic ist der neue Torjäger von Hertha BSC. Doch obwohl der 31-Jährige als „aggressiver Anführertyp“ immer hoch auf der Kandidatenliste von Cheftrainer Pal Dardai und Manager Michael Preetz stand, war es ein anderer Name, der die Fans verzückte und mit viel größerem Applaus begrüßt worden wäre. Doch Adrian Ramos, vor einem Jahr für zehn Millionen Euro an Borussia Dortmund verkauft, durfte nicht zurück an die Spree. Die Dortmunder blieben bis zuletzt knallhart.

Die Transferpolitik des BVB richtet sich nach zwei Grundsätzen: Wir verleihen Topspieler nicht innerhalb der Bundesliga. Und bei Verkäufen machen wir keine Deals mit Nachlässen, Übernahmen von Gehältern etc. Das alles war Preetz schon vor Wochen klar, als seine Anfrage nach Ramos mit einem „Nein“ beantwortet wurde. Also ging die Stürmersuche in andere Richtungen. Doch Hertha BSC hielt unterhalb der Managerebene immer Kontakt zu dem kolumbianischen Nationalspieler. Immer bereit, sofort den Fuß in den winzigsten Türspalt zu klemmen.

So wusste Hertha Bescheid, dass der Premier-League-Klub Sunderland 18 Millionen Euro für Ramos zahlen wollte. Der 16-Tore-Mann der Saison 2013/14 flog auf die Insel, doch Sunderland erfand irgendein Problem beim Medizintest und wollte auf zwölf Millionen drücken. Siehe oben – der BVB sagte „Danke. Aber: Nein, danke!“

Freunden in Berlin sagte Ramos unverblümt: „Ich würde gerne zu Hertha zurückkommen.“ Aber für die Blau-Weißen lief die Zeit ab. Mit dem Ibisevic-Deal (Stuttgart übernimmt einen heftigen Teil seines Gehaltes) waren Herthas finanzielle Möglichkeiten dann auch ausgeschöpft. Kurios: Auch da spielte Ramos eine Rolle.

Denn von einem Verkauf für 18 Mio. nach England hätte Hertha mit einem Millionenbetrag profitiert. Und den sofort in einen weiteren Mittelfeldspieler investiert.