E_Paper_BK
BERLINER KURIER - Berlins ehrliche Boulevardzeitung im Netz

Das große Interview mit Hertha-Trainer Jos Luhukay: Ich hatte kein Problem mit Pierre-Michel Lasogga

Was ist das Saisonziel 2014/15?

Wir müssen uns in der Bundesliga stabilisieren. Wenn wir einen Platz besser sind als Rang 11 in der vergangenen Saison, wäre es schön.

Ist das nicht etwas bescheiden bei den vielen Einkäufen?

Nein, wir, Michael Preetz, Werner Gegenbauer und alle anderen im Klub, wollen den Verein in kleinen, wohldurchdachten Schritten weiterbringen. Schauen Sie sich die Bundesliga an. Es gibt fünf Topteams und danach wird es ganz eng. Hamburg, Stuttgart und Hannover wollten vergangene Saison auch oben mitspielen, haben es aber nicht geschafft. Es macht für uns keinen Sinn, von der Europa League zu reden.

Eine Frage zu Pierre-Michel Lasogga, der hat bei seinem Abgang gegen Sie verbal nachgetreten. Angeblich fehlte ihm das nötige Vertrauen. Was sagen Sie dazu?

Ich kann dazu nur sagen, dass wir uns bei Hertha absolut einig waren, dass wir ihn zurückhaben wollten. Wir haben Pierre einen neuen, guten Vertrag vorgelegt. Er bat um Bedenkzeit und hat sich nicht für uns entschieden. Das müssen wir akzeptieren.

Gab es irgendwelche Unstimmigkeiten?

Michael Preetz hat oft mit ihm geredet. Ich hatte ein zweistündiges Gespräch mit Pierre-Michel. Da hatte ich nicht den Eindruck, dass irgendetwas zwischen uns nicht stimmt. Wenn er lieber mit Mirko Slomka arbeitet als mit mir, dann ist es so. Ich habe damit kein Problem.

Haben Sie Sorgen, dass mit John Anthony Brooks noch ein junger Spieler geht?

John hat seinen Berater gewechselt. Das ist aber gerade nach einer WM-Teilnahme nicht ungewöhnlich. Zu mir ist er noch nicht gekommen und hat irgendwelche Wechselwünsche geäußert. Er wird jetzt Urlaub machen und am 25. Juli wieder mit dem Training starten.

Abschlussfrage: Wer wird denn nun Weltmeister?

Ich bin Niederländer und habe vor der WM gesagt, dass Deutschland Weltmeister wird. Dabei bleibe ich auch. Deutschland ist in allen Mannschaftsteilen am stärksten besetzt – mit Weltklassespielern. Und das DFB-Team hat einen enormen Teamgeist. Das ist noch viel entscheidender.

vorherige Seite Seite 2 von 2