E_Paper_BK
BERLINER KURIER - Berlins ehrliche Boulevardzeitung im Netz

Guerilla-Aktion im fremden Stadion: Eintracht-Fans unterwandern Choreo der Erzrivalen aus Mainz

Neben der ursprünglich geplanten Choreo der Mainzer tauchte die Blockfahne der Erzrivalen aus Frankfurt auf.

Neben der ursprünglich geplanten Choreo der Mainzer tauchte die Blockfahne der Erzrivalen aus Frankfurt auf.

Foto:

Sky

Mainz -

Über diese Guerilla-Aktion diskutiert in diesen Tagen die Ultraszene des deutschen Fußballs: Die Mainzer Ultras hatten für das Heimspiel gegen Werder Bremen am vergangenen Samstag eine Choreo zum 108-jährigen Bestehen des FSV vorbereitet – doch als die Blockfahne und das Banner ausgerollt wurden, zerstörte eine nicht ganz so freundliche Botschaft der Erzrivalen aus dem Fanlager von Eintracht Frankfurt das Gesamtbild!

Was war passiert? Als der Startschuss für die Choreo fiel, wurde neben dem ursprünglich geplanten Bild im benachbarten Block eine weitere Blockfahne sichtbar – Frankfurter Fans hatten sie offenbar in den Block geschmuggelt und den Mainzer Anhängern eiskalt an die Hand gegeben.

Als die Fahne komplett ausgerollt war, wurde dem Rest des Stadions dann die wenig nette Aufschrift „Mainzer Hurensöhne“ präsentiert. Darunter war zudem der Name der Frankfurter Fangruppierung „Honduras Gang“ zu lesen – offensichtlich die Urheber der Guerilla-Aktion.

Während die Wut über die Aktion in Mainz natürlich groß ist, wird in Ultrakreisen rege darüber diskutiert, wie die Frankfurter ihr Vorhaben überhaupt zum Erfolg führen konnten. Für die Mainzer war es natürlich die Höchststrafe, dass die eigenen Fans in der eigenen Kurve diese Blockfahne ausrollten.

Doch auch den Frankfurter Initiatoren wird in diesem Zusammenhang von einigen Beobachtern eine Sache nahegelegt: Ein bisschen kreativer hätte der sprachliche Inhalt dieser sonst wohl sehr durchdachten Guerilla-Aktion schon sein können...