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Union, Hertha BSC, BFC Dynamo: Mehr Geld für Fanprojekte in Berlin

Ein Beispiel für eine Choreographie zum Thema Böllerverzicht im Stadion: Auch da greifen die Fanprojekte den Anhängern der Klubs unter die Arme.

Ein Beispiel für eine Choreographie zum Thema Böllerverzicht im Stadion: Auch da greifen die Fanprojekte den Anhängern der Klubs unter die Arme.

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zVg

Berlin -

Endlich! Die Politik wacht auf. In den nächsten Doppelhaushalt des Landes will der Berliner Senat deutlich mehr Mittel für die Fanprojekte der Stadt einstellen. Ein Vorhaben, von dem die drei großen Fußballklubs der Stadt profitieren werden.

Sigrid Klebba, Staatssekretärin für Bildung, Jugend und Wissenschaft, verkündete, dass die Fördersumme von bislang 144 000 Euro pro Jahr auf jetzt 264 000 Euro erhöht werden soll. In der gleichen Höhe trägt auch noch einmal die DFL ihr Scherflein zu dem Vorsorgeprojekt bei.

Genauso wichtig ist aber diese Änderung: Künftig wird die Fansozialarbeit nicht mehr nur in den Händen der Sportjugend des Landessportbundes sein, sondern auf zwei Schultern verteilt. Der Straßensozialarbeitsverein Gangway kümmert sich mit seinem Projekt „Streetwork Alte Försterei“ um die Belange der Union-Fans. Kürzlich hat Gangway in der Lindenstraße 38 unweit vom Stadion ein neues Büro bezogen. Hertha und der BFC bleiben weiterhin bei der Sportjugend angesiedelt. Lagertrennung, die allengut tun wird.

In der Sache sind die Sozial-Gruppierungen aber geeint: Sie wollen aktiv in die Fanszene hinein in einen ständigen Dialog mit den Anhängern treten. Es geht um präventive Arbeit mit den Jugendlichen, um Gewalt, Rassismus und sonstigen Problemen vorzubeugen.