E_Paper_BK
BERLINER KURIER - Berlins ehrliche Boulevardzeitung im Netz

Hallo, Eisbären! : Jetzt wäre ein Heimsieg wirklich nicht schlecht

imago23272061h

Völlig losgelöst: Lolle Braun hätte im Jubel nach seinem Siegtor in Köln die ganze Welt umarmen können.

Foto:

imago/Beautiful Sports

Berlin -

Berlin Laurin „Lolle“ Braun – nie war er so wertvoll wie Freitag! Mit seinem 1:0 nach 2:40 Minuten der Verlängerung beendete der Eisbären-Stürmer nach 122:40 Minuten den Viertelfinal-Torlos-Fluch des EHC, glich die Best-of-seven-Serie gegen Köln zum 1:1 aus. Fortsetzung heute ab 14.30 Uhr (MB-Arena). Lolle sagt: „Wir sind gut vorbereitet.“

Schon kurios: In der Hauptrunde traf der 25-Jährige nur zwei Mal. Doch das ist Makulatur, zumal Braun überwiegend im Unterzahlspiel zum Einsatz kam. Was zählt, ist der Volltreffer unten links in der dritten Verlängerungsminute am Freitag in Köln.

Lolle schildert noch mal den entscheidenden Moment: „Vorher musste ich zwei Minuten auf der Strafbank zittern. Julian Talbot hatte den Puck über die Bande geschossen. Ich dachte die ganze Zeit: Hoffentlich schießen die Kölner kein Tor.“
Die Haie visierten zwar öfter den von Petri Vehanen grandios gehüteten EHC-Kasten an, trafen zum Glück aber nicht. Dann stürmte Laurin aus der Kühlbox aufs Eis: „Mark Olver sah mich, spielte mir den Puck zu. Vor mir war nur ein Verteidiger, also zog ich ab. Unten links in die Ecke – so habe ich in der Hauptrunde auch gegen Mannheim getroffen.

Gestern war Training im Welli angesagt, davor gab es wie immer Pasta. „Damit füllen wir unseren Kohlenhydratspeicher wieder auf“, verrät der jüngere Bruder von EHC-Verteidiger Constantin Braun (28).

Lolle hatte im ersten Spiel (0:3) nach einer Erkältung ausgesetzt. Ob das ein Vorteil war, weiß er nicht: „Auf alle Fälle fühle ich mich fit.“ Der Sieg-Schütze von Köln will aber keineswegs den Ruhm nur für sich. Braun: „Die ganze Mannschaft hat super gekämpft. Unsere Abwehr stand wie eine Wand und Petri Vehanen im Tor war wieder eine Klasse für sich.“

Mit welcher Taktik die Eisbären heute in der MB-Arena auflaufen, behält Trainer Uwe Krupp noch für sich. Eines ist jedoch sicher: Es wird wieder hart und spannend. Krupp: „Beide Mannschaften geben sich nicht viel und begegnen sich auf Augenhöhe. Beide bisherigen Spiele waren sehr eng und hätten so oder so laufen können.“ Heute gibt’s nur eine Richtung: Eisbären-Sieg. M.H.
#alleartikel