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Eisbären-Star: Tine Braun: Nati-Comeback

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Constantin Braun (l.) trägt ab jetzt auch wieder das Deutsche-Trikot.

Foto:

City-Press GbR

Berlin -

Berlin Constantin Braun saß beim Training der Eisbären etwas nach. Als das Team nebst Trainer Uwe Krupp bereits in der Kabine verschwunden war, knallte „Tine“ weiter Scheibe um Scheibe in Richtung Tor.

„Ich wollte noch ein paar Übungen drauflegen, um den Schuss zu schulen“, erklärt der Verteidiger. Braun wird als Blueliner den Hammer nicht nur für die letzten zwölf Spiele der DEL-Hauptrunde benötigen. Durch seine schwere Fußverletzung fehlte der gebürtige Kurpfälzer auch fast zwei Jahre in der Nationalmannschaft.

„Jetzt hat mich Trainer Marco Sturm für den WM-Trainingslehrgang vom 8. bis 10. Februar in Garmisch wieder eingeladen. Ich werde alles versuchen, um meine Chance zu nutzen“, verspricht der 27-Jährige.

Eisbären-Psychologe Markus Flemming drückt dem Abwehrrecken besonders die Daumen: „Constantin war schwer verletzt. Wir haben in dieser Zeit sehr eng, und ich denke, sehr positiv zusammengearbeitet. Constantin ist mir in dieser Zeit richtig ans Herz gewachsen. Er gehört schon fast zur Familie.“

Natürlich freut sich Braun, dass er wieder mit dem Adler auf der Brust über das Eis flitzen kann. „Für mich ist das immer eine große Ehre.“ „Tine“ verliert allerdings auch seine Eisbären nicht aus dem Blickfeld: „Wir kommen jetzt in die entscheidende Phase, da zählt jeder Punkt. Da kann es schon eine moralische Stütze sein, wenn du weißt, dass deine Leistungen gesehen und anerkannt werden.“

Bei den Eisbären gilt offensichtlich der Spruch: „Nur die Harten kommen in den Garten.“ Nicht nur Henry Haase wirbelte nach seiner überstandenen Erkältung wieder kräftig mit, auch Mark Olver sprintete übers Eis. Er hat offensichtlich seine durch einen Schlag bei der Düsseldorfer EG geschwollene Hand gut gekühlt.

Es sieht so aus, als könnten beide Recken morgen (19.30 Uhr) in der MB-Arena wieder die Schläger schwingen.