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Wer hütet das eiserne Tor?: Busk oder Haas, das ist Unions Frage

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Jakob Busk zeigt sich mit breiter Brust. 

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Matthias Kern

Berlin -

Zehn Tage noch, dann legt die Zweite Liga wieder los. Zehn Tage, in denen Trainer Sascha Lewandowski eine Aufgabe zu lösen hat. Wer wird am 5.Februar beim Auftakt am Betzenberg das eiserne Tor hüten? Unions bisherige Nr. 1 Daniel Haas? Oder doch Neuzugang Jakob Busk? Der Kampf der Keeper ist in vollem Gange bei den Köpenickern.

Haas, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, durfte die erste Hälfte gegen den BVB an. Er konnte sich mehrfach auszeichnen, ließ sich aber beim Ausgleich einen in die Torwartecke einklinken. Busk stand die zweiten 45 Minuten im Tor, parierte gegen Marcel Schmelzer einmal großartig, aber der Abpraller konnte von Ex-Herthaner Adrian Ramos zum zwischenzeitlichen 2:1 genutzt werden. Beim 3:1 des Kolumbianers war der 22-Jährige machtlos.
„So ein Scheißtor“, ärgerte sich Busk. „Ich komme noch ganz gut ran. Aber dann fällt der Ball keinem Verteidiger vor die Füße oder geht zur Ecke, sondern landet bei einem Dortmunder. Das war blöd, denn wir waren nicht so schlecht im Spiel“, meinte der dänische U21-Nationalkeeper. Alles noch auf Englisch. Obwohl er Deutsch in der Schule hatte. „Ich verstehe schon noch einiges“, verriet der Blondschopf. „Aber nach der Schule habe ich es nie benutzt. Und wenn man nur einmal die Woche Unterricht hatte, dann vergisst man so etwas schnell.“
Was er nicht vergessen wird, war sein Debüt in Köpenick. „Ich war nicht nervös. Ich hatte mich nur gefreut. Schließlich hatte ich schon so viel über die Atmosphäre gehört. Und es war fantastisch.“ Nun fiebert er dem Start entgegen. „Ich wäre bereit, aber das muss der Trainer entscheiden.“

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Daniel Haas fängt die Kugel sicher weg.

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Hupe

Okay, haken wir nach. Wie sieht es aus im Rennen um den Kasten? „Da ist weiter alles offen. Genau wie bei den Feldspielern. Beide haben ordentlich gespielt, beide sind aber auch noch ausbaufähig“, meinte Sascha Lewandowski.
Und Mo Amsif? Ist er nur noch Nummer 3? „Für dieses Spiel schon“, so Lewandowski. Womit er alles wahrheitsgemäß beantwortete, aber nicht ganz mit der Wahrheit rausrückte.
Kurios, dass gegen den BVB drei Keeper auf dem Spielformular standen. Auch dafür hatte Lewandowski eine Erklärung. „Wir dürfen bei solchen Tests so viel wechseln, wie wir wollen.“ Falls Busk sich verletzt oder gar Rot gesehen hätte, hätte Union trotzdem noch einen Keeper bringen können.