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Wandervogel Emanuel Pogatetz: Sesshaft bei Union? Logo!

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So sieht Fußball-Glück aus. Emanuel Pogatetz jubelt ausgelassen. Und der Ösi weiß, die Fans haben daran einen großen Anteil: „Sie lassen uns mutiger spielen.“ 

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imago/Contrast

Auf der Checkliste der meisten Fußballer stehen mindestens zwei Dinge. Erstens: einmal in England spielen. Zweitens: einmal für die Nationalmannschaft auflaufen. Beide Träume konnte sich Emanuel Pogatetz erfüllen, bevor er in der Winterpause zum 1. FC Union wechselte.

Wenn Berliner unnötige Umwege nehmen müssen, sagen sie gerne, sie wären über „Paris, Rom, Erkner“ gefahren. Im Fall des 33-Jährigen führten viele Umwege zum 1. FC Union. Der Österreicher spielte schon in seinem Heimatland, in der Schweiz, in England, in Russland und in den USA.

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Für Wolfsburg dribbelte Pogatetz mit Stirnband auf.

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Bongarts/Getty Images

„Eigentlich bin ich kein Wandervogel, aber aus sportlichen Gründen habe ich oft den Verein wechseln müssen. Mir hat es überall gut gefallen, auch wenn die Ligen unterschiedlicher nicht sein könnten“, sagt der Innenverteidiger mit einem Schulterzucken. Für den 61-fachen Nationalspieler ist das kein Problem mehr: „Ich hätte es mir auch ruhiger gewünscht, doch ich bin an Erfahrung sicher nicht ärmer geworden.“

Etwas zu erzählen hat er inzwischen auch. Anekdoten etwa wie diese: „In Russland sind wir üblicherweise sechs Stunden zu Auswärtsspielen geflogen. Einmal sind wir auf dem Rückweg nach Moskau aus dem Flieger gestiegen, alle völlig verpennt, um dann festzustellen, dass wir am falschen Flughafen waren. Der Klub-Präsident hatte das Flugzeug für seinen Termin umgelenkt, wir mussten noch weitere sechs Stunden fliegen“, erzählt Pogatetz und lacht dabei.

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