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Vereins-Idol Ronny Nikol : Aufstieg? Lieber noch zwei Jahre 2. Liga

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Ronny Nikol in seiner Fußballhalle Bobo Fuego.

Berlin -

Sechs Jahre flitzte Ronny Nikol (41)  beim 1. FC Union den linken Flügel hoch und runter.  Er wurde von den Fans in die Top 10 der wertvollsten Spieler aller Zeiten gewählt. Jetzt führt er in Weißensee die Fußballhalle Bobo Fuego. Der Berliner KURIER traf ihn vor dem Kick der Eisernen gegen den Karlsruher SC (Freitag, 18.30 Uhr) zum lockeren Plausch über ...

... seinen Kontakt zu Union: „Ich spiele selber in der Traditionsmannschaft. Mein Sohn Etienne spielt in der U13 der Eisernen. Und wann immer ich Zeit habe, schaue ich die Spiele der Profis. Freitag  bin ich auch im Stadion.“

... den Gegner KSC: „Karlsruhe ist sehr unbeständig. Da ist für Union auf jeden Fall was möglich. Die drei Punkte sollten in Köpenick bleiben. Dann kann man sich nach unten auch wieder ein bisschen absetzen.“

... einen Bobby Wood in Topform: „Er hat sich super entwickelt, entscheidende Tore gemacht. Aber alles allein an ihm festzumachen, geht nicht. Siege gibt es nur, wenn die ganze Truppe funktioniert. Aktuell eben auch die Spieler, die sonst hintendran stehen, die die Verletzten ersetzen müssen.“

... die Erkrankung von Sascha Lewandowski: „So etwas habe ich selber nie erlebt. Die Situation für die Mannschaft ist alles andere als einfach. Aber es kann die Truppe auch noch weiter zusammenschweißen. Eigentlich kann es nur positiv sein, wenn alle noch ein bisschen weiter zusammenrücken müssen.“

... über Unions verkorkste Saison: „Die Mannschaft hatte sich viel vorgenommen. Und plötzlich stand sie eine ganze Weile unten drin. Das ist alles andere als einfach. Sie müssen sich nun  so schnell es geht unten richtig absetzen, um die Saison zu retten. Nach oben geht sowieso nichts mehr.“

... über die Perspektive Aufstieg: „Man muss mit so einem großen Ziel vorsichtig sein. Ich denke, der Verein sollte seine Situation noch zwei, drei Jahre in der Zweiten Liga stabilisieren. Natürlich wurde mit den Trainern eine Menge Geld in die Hand genommen. Das sind Nebengeräusche, die zum Fußball dazu gehören. Und nun muss man das Beste daraus machen.“
... das neue U.N.V.E.U.-Heft: „Ich fand das erste Heft schon klasse. Man kann damit schon die Allerkleinsten emotional an den Verein binden. Sie sollen schnell lernen, bei wem sie spielen und warum sie für Union spielen.“