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Unions Stürmer heiß auf Duell mit Ex-Klub: Woods Wiedersehen mit den Löwen

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Bobby Wood hat bei Union sein Glück gefunden. Hier kommt er aus dem Jubeln kaum raus.

Foto:

City-Press GbR

Berlin -

Zuletzt verhinderte Bobby Wood in Kaiserslautern in der 86. Minute mit einem irren Sololauf-Treffer zum 2:2 die sichere Niederlage. Der US-Boy ist in Topform. Das soll am Sonntag (13.30 Uhr/Alte Försterei) sein Ex-Verein 1860 München zu spüren bekommen.

Vor dem Kick gegen die Löwen ist Bobby Wood tiefenentspannt. Geduldig sitzt er noch in Trainingsklamotten im Presseraum der Alten Försterei und beantwortet alle Fragen. „Natürlich ist es ein ganz besonderes Spiel für mich gegen Sechzig“, sagt er. „Es wird komisch, gegen sie zu spielen.“

Komisch aber nicht im Sinne von lustig. Sondern im Sinne von ungewohnt. „Ich habe acht Jahre dort gespielt. Mit 14 Jahren bin ich aus der USA zu 1860 gekommen und habe fast noch nie für einen anderen Verein gespielt. Und jetzt will ich gegen sie gewinnen“, lacht Bobby. Nur für ein halbes Jahr war er in den acht Jahren 1860 an Aue ausgeliehen.

Verständlich, dass das eine echt verrückte Situation für den 23-Jährigen ist. Mit vielen Löwen-Profis hat er noch regelmäßigen Kontakt. Mit vielen hat er in der himmelblauen Jugend jahrelang zusammen gespielt. Wood grinst breit: „Die ganze Zeit im 1860-Nachwuchs war immer eine Riesengaudi. Wir haben so viele Sachen zusammen erlebt, das darf ich hier alles nicht sagen. Das wäre nicht so gut.“

Egal, wie schlecht es dem Klub ging, egal, wie turbulent die Situation bei Sechzig war, er hat sich immer in München gut aufgehoben gefühlt. „Ich wurde dort zum Profi und habe auch im November 2012 in Aalen für die Sechzger mein erstes Profitor geschossen. So etwas vergisst man einfach nicht“, meint der flinke Stürmer.

Für die Löwen lief er in 50 Zweitliga-Partien auf, dabei traf er drei Mal. Bobby: „Aber jetzt sind meine Farben rot-weiß. Ich trage das Union-Trikot. Hier fühle ich mich sehr wohl. Hier ist alles gut. Jetzt geht es darum, mit der Mannschaft Erfolg zu haben.“

Selbst wenn er dafür seiner alten Liebe am Sonntag wehtun muss. 


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