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Unions Interims-Trainer Hofschneider: Es gibt keine Fernsteuerung

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André Hofschneider gab sich vor seinem Chefeinsatz locker.

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imago/Matthias Koch

Berlin -

„Ich würde notfalls auch den Bus zum Auswärtsspiel fahren“, lässt André Hofschneider einen Satz fallen, der hundert Mal besser beschreibt, was gerade in ihm vorgeht, als zwanzig weitere Minuten Gerede. Hofschneider ist aktueller Interims-Chef beim 1. FC Union, nachdem sich Sascha Lewandowski für drei Wochen krank melden musste. Aber er ist eben keiner, der das Rampenlicht braucht.

Cheftrainer sein – das macht „Hofi“, weil er es eben machen muss. Für den Verein. Für die Mannschaft. Und für den Erfolg. Der 45-Jährige muss einspringen und den Spielern in den kommenden drei Wochen mehr sein als ein stiller Begleiter. Er muss das Ruder in die Hand nehmen.

„Ich wollte vorher gewinnen. Und jetzt will ich auch gewinnen. Alles andere wird hier überbewertet“, sagt der Coach, der seit neun Jahren bei Union auf der Trainerbank sitzt. Völlig überraschend habe er am Dienstagmorgen erfahren, dass er zusammen mit Sebastian Bönig die Mannschaft allein auf das Spiel gegen den KSC Freitag (18.30 Uhr) vorbereiten muss, dass Sascha Lewandowski in Bochum in ärztlicher Behandlung ist.

„Jetzt muss ich mir also ein paar Gedanken mehr machen. Die größte Herausforderung sind aber sicherlich die Pressekonferenzen“, sagt Hofschneider grinsend. Dass er auf dem Fußballplatz den absoluten Durchblick hat, daran besteht trotz fehlender Fußballlehrer-Lizenz kein Zweifel. Und die fehlt sowieso nur aus Zeitmangel. Immerhin verbringt Hofi fast jede Minute bei Union.

Seine Aufgaben bleiben bis auf Kleinigkeiten sowieso dieselben. Von den öffentlichen Statements mal abgesehen. Kontakt zu Sascha Lewandowksi gibt es nicht. Keine Fernsteuerung! Hofi entscheidet mit Bönig, wann, was, wo gemacht  wird und wer auf dem Platz steht. Alles umstoßen, was in der Rückrunde über weite Strecken erfolgreich war, wird er nicht.

„Eins kann ich schon sagen: Gegen den KSC wird eine Sascha-Lewandowski-Mannschaft und kein André-Hofschneider-Team spielen.“



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