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Unions Ex-Kapitän: Kreilach will voll auf die Zehn gehen

Damir Kreilach will erstmals zweistellig für Union treffen.

Damir Kreilach will erstmals zweistellig für Union treffen.

Foto:

City-Press GbR

Berlin -

„Sorry, dass ich zu spät bin“, entschuldigt sich Damir Kreilach, als er zum Termin mit dem KURIER fünf Minuten später als geplant auftaucht. „Ich stand am Ostkreuz im Stau.“ Kreilach ausgebremst? Skandal!

Irgendwie ist es passend zur Situation der Eisernen. Es läuft, in der Rückrunde gab es drei Siege und ein Remis. Aber andauernd versucht irgendjemand von ganz oben, die Köpenicker wegzugrätschen. Mit fiesen Verletzungen. Am Freitag in Leipzig (18.30 Uhr) drohen bis zu acht Profis auszufallen.

Kreilach schüttelt den Kopf: „So etwas habe ich noch nie erlebt.“ Die elend lange Krankenliste ändert aber nichts an der Zielstellung für das Spiel. Damir: „Wir fahren da mit breiter Brust hin und wollen gewinnen. Immerhin sind wir der Tabellenführer der Rückrunde.“ Jetzt sind die Übriggebliebenen gefragt. Jungs wie Damir. Aber der ist ja zum Glück richtig gut drauf.

Für ihn ist es das dritte Jahr in Köpenick. Kein ganz einfaches, weil ihn Trainer Sascha Lewandowski im Oktober als Kapitän absetzte. Kreilach: „Für mich hat sich trotzdem nichts geändert. Ich mache alles wie immer. Ich trage jetzt eben nur keine Binde mehr.“ Glauben wir sofort. Das beweisen aber auch die Statistiken.

In seiner ersten Union-Spielzeit kam der Kroate auf drei Treffer. In der Vorsaison traf er sieben Mal. So viele Buden hat er jetzt schon nach 21 Runden! Für ihn aber kein Grund durchzudrehen. „Es ist für mich nicht wichtig, wer die Tore schießt. Wichtig ist die Mannschaft. Das steht bei mir immer an erster Stelle“, so Kreilach.

Er wird nicht müde, das zu betonen. Doch dann lacht er und verrät zwinkernd: „Zweistellig soll es trotzdem schon noch werden. “