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Unions Eroll : Aus gut wird noch besser

Eroll Zejnullahu

Eroll Zejnullahu

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City-Press GbR

Oliva Nova -

Manchmal ist es nur ein kleiner Schritt, der uns glücklich macht. Ein eigenes Auto, eine eigene Wohnung. „In meinem Alter würden alle jubeln, wenn sie von zu Hause ausziehen“, meint Eroll Zejnullahu im Teamhotel. Ihm fiel dieser Schritt schwerer. Er brauchte mehrere Schubser von Nico Schäfer.

Der Manager hat in vielen Gesprächen mit Eroll und dessen Familie den Umzug auf den Weg gebracht. Immer wieder erklärte er, wie verdammt wichtig dieser Schritt für die Entwicklung des 21-Jährigen ist. Jeden Tag von Zehlendorf nach Köpenick zu pendeln – irgendwann frisst einen das auf. Dabei braucht er aber genau diese Fokussierung auf den Fußball, um voranzukommen. Erolls starkes Halbjahr zuletzt gibt dem scheidenden Schäfer Recht.

Auf 16 von 19 möglichen Einsätzen kommt Eroll. Fast alles Startelfnominierungen für den defensiven Mittelfeldakteur, der so viel lieber wieder den Spielmacher geben würde. So wie in Jugendzeiten, als er noch wusste, wo die Kiste steht. Denn das war einer der Kritikpunkte von Trainer Sascha Lewandowski. Dass Eroll mehr Torgefahr ausstrahlen muss. „Daran arbeite ich“, meint Eroll bescheiden. Und der Trainer helfe ihm dabei. „Ich brauche nicht jeden Tag ein Lob. Aber wenn er mir aufzeigt, wo ich mich verbessern kann, hilft das schon.“ Noch mehr half, dass ihm einfach Vertrauen geschenkt wird.

Mittlerweile ist aus dem lockeren, unbekümmerten Jungen, der immer geradeaus redet, ein waschechter Profi geworden. Fragen nach seinem Migrationshintergrund gehen ihm zwar nicht auf die Nerven. Dazu ist er zu höflich. Aber er betont freundlich und eindeutig, dass es ihm in erster Linie um seine Rolle als Spieler bei den Eisernen geht. Da will er den Hinrundeneindruck bestätigen. Wenn nicht mehr ...