E_Paper_BK
BERLINER KURIER - Berlins ehrliche Boulevardzeitung im Netz

Union: Mit Gebrüll auf die Löwenjagd

Unionoptik

So jubelten Christopher Trimmel, Toni Leistner und Damir Kreilach bei Unions bisher einzigem Sieg in 13 Spielen gegen die Löwen. 

Foto:

imago/DeFodi

Berlin -

Tierfreunde – und vor allem Katzenliebhaber – müssen am Sonntag ganz tapfer sein, wenn sie nach Köpenick fahren. Denn dort hat der 1. FC Union vor der Partie gegen 1860 München eine Kündigung ausgesprochen. Die Eisernen sind ausgetreten aus der Peta und dem WWF. Es muss endlich Schluss sein mit dem Schmusekurs mit den Löwen vom TSV 1860. Man will der Großkatze im siebten Anlauf endlich einmal auch im heimischen Revier das Fell über die Ohren ziehen und nicht mehr so wie sonst nur mit Platzpatronen auf den König der Tiere ballern.

Dass die Köpenicker am Sonntag so gegen 15.30 Uhr endlich mal mit der Beute richtig Strecke legen wollen, anstatt wie sonst immer auf leisen Pfoten aus dem Stadion zu schleichen, wäre so wichtig. Zum einen wären die Münchner wohl richtig waidwund geschossen. Und Union wäre mit 13 Zählern Vorsprung auf den Kontrahenten und insgesamt zehn auf die Tigerbabys von Stefan Effenberg aller Sorgen ledig. „Wir können heute einen Riesenschritt machen“, weiß auch Unions Cheftrainer Sascha Lewandowski.

Dabei ist es völlig unerheblich, dass das Forsthaus an der Wuhle seit einigen Tagen ein Feldlazarett geworden ist durch die Verletzungen von Raffael Korte, Steven Skrzybski und Maximilian Thiel. Die Jagdsaison hat ihre ersten Opfer gefordert. Doch das ficht Reviervorsteher Lewandowski nicht an. „Jammern ist sowieso nicht meine Art. Wir haben auch so noch genug Alternativen“, meinte der 44-Jährige.

Und genau das müssen sich seine Jungs heute zu Herzen nehmen. Sie können zeigen, dass sie im Saisonverlauf wirklich eine echte Truppe im Sinne des Wortes geworden sind. Eine, die es in den vergangenen Monaten gelernt hat, mit Widerständen und Rückschlägen umzugehen. Die so etwas überwindet und sich dann ganz langsam in andere Gefilde schleicht. Sich Stück für Stück ans Mittelfeld sozusagen heranpirscht, um dann weitere Ziele anzuvisieren.

Und ganz nebenbei bemerkt, auch Schwalben, wie beim 0:0 im Hinspiel fabriziert von Ruben Okotie, sind heute an der Wuhle verpönt. Die können ruhig die Mücke machen ...

Am Sonntag, 13.30 Uhr, ist Safarizeit! Und Lewandowski und die Seinen würden sich zu gerne ein echtes Löwenhaupt nebst Mähne als Trophäe an die Wand nageln.



Neue Nachrichten

Wir haben neue Artikel für Sie. Möchten Sie jetzt die aktuelle Startseite laden?