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Union gegen Greuther: Das war mal wieder fürtherlich!

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Collin Quaner gibt alles, aber richtig rund läuft es in Fürth nicht für ihn und alle anderen Unioner. Hier scheitert er an Marcel Franke und irgendwie auch an sich selbst.

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City-Press GbR

Fürth -

Es gibt Dinge, die sind unmöglich. Die kann man nicht schaffen. An einem Tag von Berlin nach Fürth laufen, zum Beispiel. Oder vom Köpenicker Rathausbalkon das Fürther Wahrzeichen, den 55 Meter hohen Rathausturm, sehen. Oder ein Sieg des 1. FC Union bei Greuther Fürth. Trotzdem darf man nie Aufhören, es zu versuchen. Deshalb – und weil man im Profi-Fußball ja zu jedem Spiel antreten muss – probierten es die Eisernen wieder. Allerdings mal wieder ohne Erfolg. 0:2 (0:1) verlieren die Rot-Weißen im Reich der Kleeblätter. Echt fürtherlich.

Dabei fing doch alles so anders an. Nicht so wie in den bisher acht Spielen, in denen Union in Fürth antrat und nie gewann. Das hatte aber keine sportlichen Gründe, sondern eher infrastrukturelle. Es war das erste Spiel am Ronhof, das ohne die Haupttribüne stattfand. Die wird gerade renoviert. Deshalb ging es für Sören Brandy und Co. über einen ziemlich ungewöhnlichen Weg aufs Spielfeld im Frankenland. Die Profis gelangten über eine elend lange und hohe Stahltreppenkonstruktion in der Stadionecke auf den Rasen. Verrückt.

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Felix Kroos (l.) wird von Fürths Marco Stiepermann ausgebremst.

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City-Press GbR

Wie übrigens auch der Start. Wobei, so kurios war der nicht. Eigentlich passte der bestens zur mauen eisernen Bilanz in Fürth. Interimscoach André Hofschneider: „Wir hatten uns nach dem letzten umkämpften Heimsieg vorgenommen, hier früh Akzente zu setzten. Das ist uns genau vier Minuten gelungen. Dann lagen wir hinten.“

Johannes Wurtz und Sebastian Freis wirbelten die rechte Seite durcheinander und plötzlich stand Freis vor Union-Keeper Jakob Busk. Der Greuther-Knipser traf zum 0:1 (4.). Bitterer Auftakt für die Eisernen.
Und es wurde nicht besser. Die Abwehr mit Christopher Trimmel, Roberto Puncec, Emanuel Pogatetz und Michael Parensen wackelte weiter und ließ für Fürths Jürgen Gjasula noch zwei dicke Chancen (22./ 24.) zu. Solche hätte sich die rot-weiße Offensive gewünscht. Doch Collin Quaner, der für den gesperrten Torjäger Bobby Wood auflief, und Sören Brandy hingen in der Luft. Die beste Union-Möglichkeit hatte Pogatetz nach einer Ecke per Kopf. Aber Kleeblatt-Torwart Sebastian Mielitz lenkte die Kugel übers Tor (34.).

Mehr Angriffspower war da nicht. Auch nicht in Durchgang zwei. Immerhin: Von den Gastgebern kam auch nichts Weltbewegendes mehr. Hofi: „Trotzdem geht der Fürth-Sieg vollkommen in Ordnung.“ RL



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