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Union: Das Team, das zu Hause immer lacht

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Benny Köhler und Torschütze Damir Kreilach (u.) jubeln nach dem 3:1.

Foto:

Matthias Kern

Berlin -

Wilde Dorfdisko-Klänge hämmerten durch das Erdgeschoss der Tribüne. Launige Selfies aus der Union-Kabine fanden den Weg ins Internet. Strahlende Mienen überall. So, als hätten die Eisernen einen großen Coup gelandet. 3:1 gewonnen gegen Braunschweig. Der fünfte Heimerfolg in Serie. Union bleibt das Team, das immer lacht. Zumindest zu Hause!

Kerstin Otts Chartbreaker „Die immer lacht“ ist das passende Motto für Köpenicker, die mittlerweile nur noch ein winziges Zählerchen von ihrem ausgegeben Saisonziel – Platz eins bis sechs – entfernt sind. Nicht zuletzt das Pflichtspiel-Comeback von Benjamin Köhler nach überstandener Krebserkrankung trug zum Wohlbefinden der Eisernen bei.

„Benny ist nicht nur zurück, sondern hat die 15 Minuten, die er gespielt hat, nicht nur ein bisschen mitgekickt, sondern Ruhe ins Spiel reingebracht. Seine Einwechslung hat dem Spiel sehr, sehr gut getan“, lobte Kapitän Benjamin Kessel das 35-jährige Comeback-Kid.

Logisch, dass diese wenigen Spielminuten vor allem auch Köhler richtig aufbauten. „Mir geht es super. Ich habe keine Probleme mehr. Das war total emotional. Endlich durfte ich mal wieder ein Pflichtspiel machen. Da habe ich ja so hart darauf hingearbeitet“, freute sich der Mittelfeldspieler.

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Das ist das Team, das immer lacht. Zu Haus’ es macht und weiter lacht!

Das Lachen wird auch in den nächsten Wochen kaum aus seinem Gesicht verschwinden. Und was über den Sommer hinaus ist oder sein wird, ist ihm derzeit total egal. „Ich will noch weiter Fußball spielen. Wenn ich das hier kann, freut mich das umso mehr. Aber ich mache mir da keinen Druck. Die Zeit für Gespräche ist noch nicht gekommen“, weiß Köhler, der einfach jede weitere Minute auf dem Feld genießen möchte.

Und darum auch kämpfen wird. „Es sind noch sieben Spiele. Ich will noch spielen. Vielleicht haue ich jetzt einfach im Training ein paar um, damit noch weniger da sind“, scherzte Köhler mit einem schelmischen Blick auf die lange Verletztenliste der Eisernen. Dann kommt der amtierende Chefcoach André Hofschneider nicht umhin, Köhler weitere Einsatzzeiten zu geben.