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Union: Aufholjagd Wood be nice ...

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Bobby Wood will heute den Betzenberg stürmen und wie im Hinspiel treffen.

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imago/Matthias Koch

Berlin -

Am Freitag geht es wieder los. Der 1. FC Union startet auf dem Betzenberg in Kaiserslautern ins neue Fußballjahr. Ab 18.30 Uhr will Bobby Wood dort mit den Kollegen an den Top-Rückrundenstart – zwei Spiele, zwei Siege – anknüpfen. Und am liebsten dabei einen großen Anteil dazu beitragen. Beim 2:2 im Hinspiel traf er doppelt.

„Mein Job ist es, Tore zu machen. Das erwarte ich jetzt weiter von mir. Und ich werde weiter Tore machen, um der Mannschaft zu helfen“, zeigt sich der 23-Jährige nach seinem bisher besten Halbjahr im Profizirkus sehr ehrgeizig. Sieben Treffer hat er bislang auf dem Buckel.

Nur zum Vergleich: Sebastian Polter hatte in der Vorsaison bis zur Winterpause auch sieben Mal getroffen, dafür aber vier Spiele weniger als der US-Boy benötigt. Am Ende wurden es 14 Buden. Eine Marke, die Wood sich zwar nicht so gesetzt hat. Aber zweistellig soll es werden. Und das gerne auch deutlich.

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Trainer Lewandowski weiß, wann er Bobby Wood (l.) bremsen muss.

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imago/Matthias Koch

Dass er an diesen Worten gemessen werden wird, weiß er. „Klar kenne ich den Druck von außen. Aber ich mache mir auch selber sehr viel Druck.“ Manchmal vielleicht sogar ein bisschen zu viel. „Der Trainer hilft mir dabei sehr. Er merkt, wann er mich beruhigen muss oder ich zu viel grübele. Er weiß genau, wann er mich bremsen muss oder mir mal in den Arsch treten muss.“

Im neuen, sehr laufintensiven System von Sascha Lewandowski hat Wood gelernt, dass er nicht immer nur ganz vorne auf Bälle lauern muss, sondern sich auch als Außenbahnstürmer durchaus weiter seinem Hobby – dem Toreschießen – intensiv widmen darf.

Tore, die Union helfen. Und ihm selber für die Nationalelf. Apropos USA und Länderspiele: Auf Dauer will er sich natürlich gerne bei Jürgen Klinsmann für die Startelf aufdrängen und an Jozy Altidore und Clint Dempsey vorbeikommen. „Dafür muss ich treffen. Dem Druck muss ich mich stellen“, weiß er genau.

Entspannen ist dabei wichtig. Mittlerweile hat er seine neue Heimat ein bisschen besser kennen gelernt, einige Sehenswürdigkeiten besucht. „Ganz klassische. Die Mauer, Check-point Charlie, das Jüdische Museum.“ Wenn man in der Bundeshauptstadt lebt, will man den Hauch der Geschichte eben nicht total an sich vorbeiziehen lassen. Auch wenn das nicht ganz sein großes Ding ist. In Kalifornien zu Hause ist das ebenso eher kein Thema. Deutschland interessiert da nicht groß.

Auch sein Job als Fußballer nicht! „Wenn ich mit meinen Jungs abhänge, ist das immer wieder ein bisschen wie in der High School.“ Weltpolitische Themen stehen da nicht auf der Tagesordnung. Eher Cruising, Strände und Musik. Und Frauen? Was ist mit Frauen? Wood grinst da nur. Er hat ja seine Ditte. Die passt schon auf ihn auf. Und in Berlin macht das die große Union-Familie.