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Trainer gesucht: Wer erbt Lewandowskis Chef-Sessel?

 Der Stuhl von Sascha Lewandowski ist vakant. Wer wird neben André Hofschneider und Sebastian Bönig Platz nehmen?

Der Stuhl von Sascha Lewandowski ist vakant. Wer wird neben André Hofschneider und Sebastian Bönig Platz nehmen?  

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imago/Matthias Koch

Berlin -

Wie heißt es so schön im Volksmund? Drum prüfe, wer sich ewig bindet ... Folglich werden die Köpenicker bei der Suche nach einem Nachfolger für Sascha Lewandowski keinen Schnellschuss machen. Sondern in aller Ruhe den Trainermarkt sondieren. Grund genug für den KURIER, sich einmal ein paar grundsätzliche Gedanken zu machen, wer denn überhaupt zur Verfügung steht.

Natürlich gibt es die üblichen Verdächtigen. Doch Holger Stanislawski und Mike Büskens waren schon in den letzten beiden Runden vor Lewandowski und Norbert Düwel nicht erste Wahl für Union-Präsident Dirk Zingler und Co.

Markus Gisdol wäre auch so einer. Doch da könnte Union erneut in eine Art Lewandowski-Falle tappen. Auch der Ex-Hoffenheimer hatte es in der Beletage des deutschen Fußballs mit anderen Profis als mit Zweitligakickern zu tun.

Gesucht wird ein Mann, der Zweite Liga kann. Und Union endlich in der Spitze des Bundesliga-Unterbaus etabliert. Erstligaerfahrung ist dabei kein Muss. Zudem sind solche Trainer nicht immer leicht zu finanzieren. Und Union, wo zum Saisonende Hauptsponsor kfzteile24 flöten gehen könnte, ist nicht auf Rosen gebettet.

Interessanter sind da schon Namen wie Frank Kramer (wurde von Unions Lizenzspielerleiter Helmut Schulte nach Düsseldorf geholt) oder Markus Kauczinski (war unter Schulte Nachwuchscoach auf Schalke), der Karlsruhe im Sommer verlässt. Problem: Die Bayern buhlen um ihn für den Nachwuchsbereich. Doch er will wohl lieber hauptverantwortlich als Chef arbeiten.

Vorteil: Alle kennen sich in der Zweiten Liga aus! Was übrigens auch für Sandhausens Alois Schwartz gilt. Den haben die Köpenicker übrigens schon länger auf dem Zettel. Weil er mit geringen Mitteln bei den Nordbadenern einiges bewegt hat. Und Schulte hat Ablösesummen für einen neuen Coach nicht ausgeschlossen!

Die müsste bei Kosta Runjaic nicht gezahlt werden. Mit Kaiserslautern gelang ihm der ersehnte Aufstieg zwar nicht. Aber er könnte sich mit Unions Zielen, sich in Deutschlands Fußball-Top-20 zu etablieren, voll identifizieren. „Ihn könnte ich mir sehr gut bei Union vorstellen, das ist ein Top-Mann“, meint beispielsweise Unions Ex-Pokalheld und heutiger MSV-Torwarttrainer Sven Beuckert, der den gebürtigen Wiener Runjaic aus Duisburger Zeiten sehr gut kennt.

Manchmal lohnt übrigens auch ein Blick über den Tellerrand hinaus. Schon bei der ersten Düwel-Krise im Herbst 2014 wurde Union ein Schweizer angeboten, der mittlerweile mit dem 1.FC Nürnberg ans Tor zur Bundesliga klopft – René Weiler. Mit Urs Meier würde der nächste Eidgenosse gern nach Deutschland kommen. Der wurde mit dem FC Zürich Pokalsieger, spielte auch schon in der Europa League unter anderem gegen Gladbach.

Apropos Gladbach: Gäbe es ein Synonym für Aufstieg, wäre das Jos Luhukay. Dem Holländer gelang das Kunststück mit den Fohlen (2008), Augsburg (2011) und Hertha (2013). Allerdings würde seine blau-weiße Vergangenheit nicht bei jedem Eisernen gut ankommen.  


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