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Steven Skrzybski: Wir können uns nur selber stoppen

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Das weiße Ballett lässt sich nach dem Schlusspfiff von den Fans am Hamburger Millerntor abfeiern. Union gewann im zehnten Versuch erstmals bei St. Pauli.

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Matthias Koch

Berlin -

Das Ziel vor den Augen, den Blick weit nach vorne … Beim 1. FC Union herrscht eitel Wonne nach dem 2:1 (1:0) auf St. Pauli. Der erste Sieg am Millerntor im zehnten Anlauf war schon Anlass genug für Jubelstimmung. Der Patzer von Stuttgart steigerte die gute Laune zudem. Und doch wird keiner übermäßig euphorisch und verschließt die Augen vor der Realität.

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Unions Steven Skrzybski hat jetzt den Aufstieg fest im Blick.

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imago/Sportfoto Rudel

„Ich bin einfach nur glücklich, dass wir gewonnen haben. Nach hinten heraus war das ein hartes Stück Arbeit“, gab Steven Skrzybski zu. Mehr Arbeit vielleicht, als die Köpenicker es sich gewünscht hatten. Denn nach dem unerwarteten Anschlusstreffer von Aziz Bouhaddouz (83.) musste Union inklusive Nachspielzeit doch noch einmal zehn bange Minuten überstehen.

Aber selbst die wurden – anders als in den Vorjahren – relativ souverän überstanden. Nägel kauen, bei Union-Fans gewöhnlich eine beliebte Disziplin in engen Schlussphasen, war nicht angesagt.

„Wenn wir die Dinger in der ersten Halbzeit gemacht hätten, hätten wir das vielleicht noch ein bisschen ruhiger gestalten können“, gab Skrzybski zu. Er selber scheiterte nach einem 50-m-Traumpass von Christopher Trimmel, dem scheinbar immer jünger werdenden.

Dass Hannover gestern Union nicht auch noch zu Gefallen war, stört keinen großen Geist bei den Rot-Weißen. Jeder weiß, es kommt nur darauf an, dass Union weiter sein Ding durchzieht. „Wir können uns nur selber stoppen. Wenn wir locker lassen und nicht das abrufen, was wir können. Wenn man nur ein Stück nachlässt, sieht man nach hinten heraus, wie eng es wird“, verwies der Skrzybski auf die Schlussphase in Hamburgs als Sinnbild der Gesamtsituation.

Nicht, dass der 24-Jährige da wirklich etwas befürchtet. „Ich glaube nicht, dass da irgendeiner nachlassen wird. Jeder hat ein großes Ziel vor Augen“, gibt der Flügelstürmer zu.

Und das heißt mittlerweile nicht mehr nur oben mitmischen wie vor Saisonbeginn oder auch in der Winterpause noch gewünscht. Sondern direkt aufsteigen! „Jede Woche können wir dem einen Schritt näher kommen“, so das Köpenicker Eigengewächs weiter. Und das Rezept für die kommenden Wochen hat Skrzybski auch schon parat: „Solange wir unsere Spiele gewinnen, können die anderen nicht aufholen.“

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