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Sören Brandy: Einstecken, austeilen und wieder treffen

Union22022016

Wie war das mit den vielen Hunden und dem Hasen? Sören Brandy wurde oft in Leipzig Maß genommen.

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Matthias Kern

Berlin -

Sprechen wir noch mal über das 0:3 in Leipzig. Nee? Nicht? „Wir müssen nach vorne blicken. Das Spiel ist abgehakt“, meint Sören Brandy. Und hat damit nicht ganz Unrecht.

Und doch kommen wir nicht umhin, noch mal einen kleinen Blick auf den Auftritt in der Sachsenmetropole zu werfen. Was ein bisschen mit dem 30-Jährigen zu tun hat. Denn der Blondschopf war beim Kick im Zentralstadion so ziemlich der einzige Unioner, der sich dem Ansturm des Tabellenführers mit allem, was sein Körper so hergab, entgegengestellt hatte. Und natürlich musste er da auch einiges einstecken ...

„Ein kleines bisschen hatte ich auch den Eindruck, dass wir mehr präsenter hätten sein müssen. Auch mal dazwischenhauen. Aber man muss da immer auch aufpassen. So etwas kann ganz schnell in einem Frustfoul enden. Von daher haben wir einfach versucht, weiter unseren Stiefel herunterzuspielen, ohne Leipzig zu viel Raum zu bieten“, meinte Brandy.

Aber damit wollen wir es auch genug sein lassen. Wenden wir uns lieber den kommenden Aufgaben zu. Eine englische Woche steht bevor. Mit Karlsruhe, Fürth und Frankfurt. Machbare Aufgaben? „In dieser Liga kann jeder jeden schlagen. Wer hätte denn gedacht, dass der FSV auf St. Pauli gewinnt? Jedes Spiel ist einzeln für sich zu sehen. Es bringt jetzt nichts, die Rechner rauszuholen“, fordert Brandy die totale Fokussierung auf den KSC am Freitag.

Vielleicht trifft er ja auch mal wieder? „In der Vorwoche gegen 1860 war ich nah dran. Mal schauen. Ich fühle mich gut. Und die Spielminuten von Anfang an helfen mir dabei, wieder richtig Tritt zu fassen. Ich fühle mich wohler dabei als nur in der Jokerrolle.“