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Sören Brandy: Alles beginnt bei null

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Sören Brandy war zuletzt viel zu selten in Aktion für Union. 

Foto:

imago/Contrast

Berlin -

187 Zweitligaspiele, 40 Tore. Bei 16 von 19 Spielen im letzten Halbjahr stand Sören Brandy für den 1. FC Union auf dem Platz. Klingt eigentlich gut. Und doch kann mit Fug und Recht behauptet werden: Es war ein Halbjahr zum Vergessen für den 30-Jährigen.

War Brandy zum Start der Spielzeit unter Norbert Düwel noch unumstrittener Stammkicker und Führungsspieler bei den Köpenickern, stellten sich die letzten Wochen ganz anders dar. Letztmals durfte sich der Blondschopf Ende Oktober am 12. Spieltag in der Startelf tummeln. Danach gab es nur noch Kurzeinsätze. Wenn überhaupt!

Steven Skrzybski und Bobby Wood waren an vorderster Front gesetzt. Auf den Außenbahnen, vor seiner Köpenicker Zeit jahrelang so etwas wie Brandys zu Hause, agierten Benny Kessel oder Maxi Thiel. Für ihn, der durch seine unorthodoxe Spielweise auch gern mal einen Strafstoß erschleicht oder Freistöße rausholt, blieb nur die Bank.

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Oft saß der Offensivmann Brandy nur auf der Bank, hier mit Fabian Schönheim/r.).

Foto:

imago/Matthias Koch

Kein Wunder, dass der zweifache Familienvater damit so gar nicht zufrieden ist und dem Trainingslager in Spanien besonders entgegenfiebert. Nicht, weil der Spaßvogel ein großer Fan der Vorbereitungszeit ist. Er weiß: „Das macht keinem Spaß. Aber dort werden die Uhren wieder auf null gestellt.“

Lamentieren ist eh nicht sein Ding. Ärmel hochkrempeln, loslegen, machen! Er will mit aller Macht zeigen, dass er noch nicht zum alten Eisen gehört und Union weiterhelfen kann.

„Anfangs lief es ja gar nicht so schlecht. dann wollte der Trainer was ändern. Und Bobby und Steven haben das gut gemacht. Aber in der Winterpause wird nun mal ein Cut gemacht“, so Brandy optimistisch.