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Sieg zu zehnt: 1.000 Prozent eisern!

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Das Traumtor von Felix Kroos – mit Christopher Trimmel – gab den Startschuss zu Unions Aufholjagd. 

Foto:

City-Press GbR

Berlin -

Die Zuschauer hielt es nicht mehr auf ihren Sitzen. Sie standen. Und die, die sowieso immer stehen an der Alten Försterei, standen noch ein bisschen mehr. Die Stimmung kochte. Jeder eroberte Ball wurde bejubelt. Jede klärende Grätsche. Die Uhr tickte. Die Sekunden wurden zu Ewigkeiten. Und dann war Schluss! Nach 93 Minuten und 18 Sekunden hatte der 1. FC Union es vollbracht. Sieg! In Unterzahl. Den Karlsruher SC mit 2:1 (1:1) besiegt.

Verdient? Unverdient? Völlig egal. Es war ein 1000-prozentig eiserner Sieg in einem Spiel, in dem alles gegen die Köpenicker lief. Kurzfristig musste André Hofschneider in seinem Debütkick als Cheftrainer auch noch auf Benny Kessel verzichten. Der Rückstand nach 31. Minuten kam fast aus dem Nichts (Yamada). Dazu versuchte der Unparteiische, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken.

Jedes weitere Wort über Herrn Osmers aus Hannover ersparen wir uns an dieser Stelle. Sagen wir es mal so: Die 19 852 Fans im Stadion haben es gesehen. Und Union musste 90 Minuten darunter leiden.

Wobei kein Eiserner groß über die Ampelkarte von Damir Kreilach lamentieren muss. Nach acht Spielsekunden (!) fing sich der Kroate eine Verwarnung ein. Und als er zwei Minuten nach Wiederanpfiff vorzeitig zum Duschen musste, schwante den Köpenickern nichts Gutes. „Da darf man nicht so naiv grätschen“ meinte auch Hofschneider.

Jeden Eisernen im Stadion packte die Angst vor der Heimpleite. Dabei hatte Felix Kroos mit einem Tor des Monates in den rechten Torwinkel Sekunden vor dem Pausentee (45.) die Hoffnungskerze angezündet.

Nun drohte alles zu erlöschen. Doch die Eisernen machten ihrem Namen alle Ehre. „Wir haben uns in jeden Ball reingeschmissen“, erklärte es Emanuel Pogatetz.

Aber es war mehr als das. Mit Geschick und Übersicht hielten sie den KSC vom eigenen Strafraum fern. Und versäumten es dabei auch nicht, die Gäste im Aufbauspiel stets zu attackieren. Was belohnt wurde. Denn nach einem typischen Sören-Brandy-Einsatz sprang die Kugel zu Bobby Wood. Der spielte ein bisschen Flipper mit der KSC-Hintermannschaft und hatte dann das Glück, dass der Ball von Sascha Traut zum 1:2 abgefälscht wurde (61.).

Ein Vorsprung, der mit allem, was Kopf, Herz und Körper hergaben, verteidigt wurde. Der von den Rängen lautstark begleitet wurde. Und den Eisernen half. „Heute waren unsere Fans echt der elfte Mann“, scherzte Brandy nach dem Sieg in Unterzahl. Gemeinsam Eisern halt!




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