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Berliner-Kurier.de | Redondo vor Startelf-Debüt bei Union: Kenny will die Princen-Rolle
12. February 2016
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Redondo vor Startelf-Debüt bei Union: Kenny will die Princen-Rolle

Redodno neu

Redondo steht vor seinem Startelf-Debüt.

Foto:

City-Press GbR

Er kam im Sommer zum 1. FC Union. Aus Liga 3. Von der SpVgg Unterhaching. Nur als Perspektivspieler, wohlgemerkt. Doch mittlerweile hat sich Kenny Prince Redondo prächtig gemausert. Der häufig ernst dreinblickende junge Mann kam in acht Zweitligaspielen zum Einsatz! Und nicht nur wegen des Verletzungspechs von Maxi Thiel ist der 21-Jährige auf einmal eine Startelf-Option.

„Ich hätte nicht gedacht, dass es so gut läuft. Ich bin auf mehr Einsätze gekommen, als ich erwartet habe“, meint der Ex-Unterhachinger. Nun hat er sich für die zweite Saisonhälfte einiges vorgenommen, ohne gleich abheben zu wollen. „Ich setze mir bewusst immer große Ziele. Und versuche, sie in Etappen zu erreichen“, so sein Erfolgsrezept. Der nächste Schritt – ein Startelf-Spiel – könnte schon Sonntag erreicht werden. Princen-Rolle sozusagen ...

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Unions Trainer Sascha Lewandowski ist mit der Entwicklung von Kenny Prince Redondo sehr zufrieden. 

Foto:

imago/Matthias Koch

Der größte Unterschied zwischen Liga zwei und drei? „Hier geht alles sehr viel schneller. Man muss schon bei der Ballannahme einen Plan haben. Viel überlegen darf man da nicht“, so Redondos Resümee. Wer zu sehr zögert, verliert die Kugel leichtfertig. Und dann geht die Post ab. Meist in eine

unerwünscht Richtung …

Dass das Spiel gegen die Löwen für ihn etwas Besonderes ist, versteht sich von selbst. Schließlich wuchs er in München auf. „Früher habe ich die Löwen nur im Stadion oder im Fernsehen gesehen. Jetzt auf einmal spiele ich vielleicht gegen sie. Das ist schon etwas Besonderes für mich“, erklärt der flinke Flügelflitzer.

Erstaunlicherweise hat es Redondo geschafft, in der bayrischen Landeshauptstadt keinerlei Vorlieben für die Roten (FC Bayern) oder die Blauen (TSV 1860) zu entwickeln. Für gewöhnlich muss man sich an der Isar ja entscheiden, wem das Herz geschenkt wird: „Ich bin mehr für Valencia“, verrät der Sohn einer spanischen Mutter und eines äthiopischen Vaters.

Eine Frage übrigens, die sich ihm nicht mal in der Jugend stellte. „Als ich noch auf der Sportschule war, haben sich mal Nachwuchstrainer des FC Bayern für mich interessiert. Aber denen war ich irgendwie zu klein.“ Und als ein paar Jahre später die Löwen dann doch bei ihm anklopften, fühlte er sich im Nachwuchs von Unterhaching so pudelwohl, dass er den Schritt nicht mehr machen wollte.

Eine weise Entscheidung. Denn der Sprung vom Juniorenbereich zu den Herren lässt sich oft leichter bei einem Drittligisten realisieren als in einem etablierten Profiklub. Und auch so hat ihn sein Umweg Haching via Union in den Profizirkus geführt.  

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