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Rangeleien bei Union-Spiel: Linke kritisiert Polizei für Einsatz

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Pfefferspray im Einsatz gegen die Fans des 1. FC Union. 

Foto:

imago/Matthias Koch

Berlin -

Die Partei Die Linke hat die Eskalation des Polizeieinsatzes am Rande des Testspiels des 1. FC Union Berlin gegen Austria Salzburg am vergangenen Samstag kritisiert. "Innensenator Henkel und die Berliner Polizei müssen umgehend erklären, wie ein solcher Routineeinsatz derart eskalieren konnte, dass es innerhalb weniger Minuten bis 80 verletzte Personen gab und weitere, darunter Familien mit Kindern gefährdet wurden», erklärte der Landesvorsitzende Klaus Lederer am Montag. Seine Fraktion werde in der kommenden Sitzung des Innenausschusses des Abgeordnetenhauses dazu nachfragen.

"Wir fordern zudem, dass die Widersprüche, die zwischen der Darstellung der Ereignisse durch die Polizei und durch den 1. FC Union sowie vieler Fanvereinigungen bestehen, rasch aufgeklärt werden», fügte Lederer hinzu.

Am Montag hatten mehrere Fan-Vereinigungen des 1. FC Union in einer gemeinsamen Erklärung dem Polizeibericht vom 31. Januar nachdrücklich widersprochen und um einen Termin mit der Fanbetreuung, dem Sicherheitsbeauftragten, dem Präsidium und dem Aufsichtsrat des 1. FC Union Berlin gebeten.

Die Fans stellten die Ereignisse vom Samstag
aus ihrer Sicht dar und erklärten, dass das Versperren des Durchgangs zum Stadion durch behelmte Polizisten die Situation nach dem Jubiläumsmarsch der Anhänger zum 50. Geburtstag kippen ließ. "Die Anzahl der eingesetzten Polizisten und der Einsatz an sich, so er denn so geplant war und nicht etwa aus dem Ruder lief, sind klar zu verurteilen", heißt es in der Erklärung.

Tags zuvor hatte auch die Vereinsführung des 1. FC Union der Darstellung der Polizei. dpa



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