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Raffael Korte: Vom Chefkoch zum Strippenzieher

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Raffael Korte zeigt vollen Einsatz. Er will in der Rückrunde öfter ran.

Foto:

2016 Hupe

Oliva Nova -

Winterpause? Immer wieder gern. Schön entspannen zum Fest mit den Lieben. Doch einen gibt es beim 1. FC Union, der hätte liebend gern drauf verzichtet – Raffael Korte.

In seinem ersten halben Jahr sind für ihn nicht alle Träume in Erfüllung gegangen. Der Ex-Braunschweiger ist in der Hinrunde kaum zum Zug gekommen. „Natürlich wollte ich mehr spielen. Durch die Systemumstellung haben wir aber ohne echten rechten Mittelfeldmann gespielt. Da gab es nicht so viele Chancen für mich“, so Korte.

Aber er ließ sich nicht hängen und war kurz vor Weihnachten gegen Sandhausen, als Damir Kreilach pausieren musste, voll da. Doch dann kam, für ihn zum falschen Zeitpunkt, die Pause.

„Sie hat ja aber nicht nur mich betroffen, sondern das ganze Team. Wir waren in den letzten beiden Spielen ja super drin. Daran müssen wir anknüpfen“, meint Korte. Sieht Trainer Sascha Lewandowski ähnlich. Zumindest was die Rolle von Korte angeht. Der spielte gegen Villarreal B nach der Pause wieder auf der Zehn und zeigte da seine feine Ballbehandlung.

Kunststück, möchte man meinen. Als Halb-Italiener sollte einem das ein bisschen im Blut liegen. „Meine Mama stammt ja aus Neapel“, sagt Korte. Von ihr hat er mehr als vielleicht nur sein feines Technikgefühl. So auch die Liebe für die mediterrane Küche. Korte kocht ab und an für sich und einige jüngere Kollegen. „Pasta krieg ich ganz ordentlich hin.“ So wie Mama aber nicht. Beschwerden hat es jedoch noch nicht gegeben.

Jetzt will Korte nur noch auf dem Platz eine ähnlich wichtige Rolle spielen wie als Chefkoch.